Suchtprävention: Essenslust statt Essensfrust - zwischen Kochrezept und Giftnotruf

Das Bild zeigt ein aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten zusammengesetztes, großformatiges Ausrufezeichen. Dessen Punkt bildet ein lachendes Gesicht.
Foto: © Euratibor e. V. - Projekt Multimedia im Auftrag der Stadtverwaltung Erfurt

Wir leben, also essen wir - aber was und wie? Was haben Kaffee, Tee, Schokolade und Energy-Drinks gemeinsam? Macht Zucker süchtig? Wer hat meinem Körper den Krieg erklärt? Welche Bücher beschäftigen sich mit diesen Themen?

Welche Praxisbeispiele helfen Kindern und Jugendlichen, das Kochen und die gesunde Ernährung freudvoll beizubringen? Denn kochen ist wieder in!

In allen Lebensabschnitten tragen das Essen und die Gesundheit dazu bei, sich wohl zu fühlen, leistungsfähig zu sein, Krankheiten vorzubeugen und ein aktives selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die Gesundheit zu fördern fängt bei uns selber an, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen!
Der Arbeitskreis Suchtprävention Erfurt veranstaltete am 3. Dezember 2013 im großen Saal des Hauses der sozialen Dienste eine  interessante Fortbildung zu den Themen Essverhalten und Essstörungen.

Das Bild zeigt das Inlay des DVD-Covers zum Fachtag "Essenslust statt Essensfrust".
Foto: Cover der DVD zum Fachtag Foto: © Euratibor e. V. - Projekt Multimedia im Auftrag der Stadtverwaltung Erfurt

Ziel dieses Fachtages war es, Fachkräften und interessierten Bürgern Hintergrundwissen über Essstörungen, Ernährungsverhalten und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um Essstörungen und Krankheiten zu vermeiden. In der Gesundheitsförderung und Prävention ist es jedoch genauso wichtig, Verhältnisse zu schaffen, die zu gesunder Ernährung und Bewegung motivieren und diese ermöglichen.

Auch in Thüringen gibt es heute eine Vielzahl von Angeboten, Projekten und Kampagnen, die mit Erfolg darauf abzielen, einzelne Personen oder Gruppen zu einem gesundheitsfördernden Lebensstil zu animieren und im Falle des Auftretens von Gesundheitsgefährdungen Hilfe anzubieten.

Die Referenten und Mitglieder des Arbeitskreises Suchtprävention Erfurt spannten einen inhaltlichen Bogen von den theoretischen Grundlagen bis hin zur praktischen Umsetzung, um damit Raum für Diskussionen zwischen den Fachleuten und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu schaffen.

Der Leiter des Gemeinsamen Giftinformationszentrums (GGIZ)Dr. med. Helmut Hentschel mit seiner Mitarbeiterin Dipl.-Med. Gesine Liebetrau bei der experimentellen Ermittlung des Koffeingehaltes verschiedener Energy-Drinks.
Foto: Experimentelle Ermittlung des Koffeingehaltes verschiedener Energy-Drinks Foto: © Euratibor e. V. - Projekt Multimedia im Auftrag der Stadtverwaltung Erfurt

Nach der Eröffnungsrede durch die Bürgermeisterin und Beigeordnete für Soziales, Bildung und Kultur, Tamara Thierbach, wurden in einer Reihe von Vorträgen die Probleme bei der Entstehung und beim Umgang mit Essstörungen und den diese häufig begleitenden psychosomatischen Erkrankungen thematisiert.

In einem Versuchsaufbau zur Analyse verschiedener Modegetränke hinsichtlich ihres Koffeingehaltes wurden durch den Leiter des Gemeinsamen Giftinformationszentrums, Dr. Hentschel, bedenkenswerte Ergebnisse zu Tage gebracht.