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Krämerbrücke

Nach dem Domensemble dürfte diese besondere Brücke die herausragendste Sehenswürdigkeit Erfurts sein. Diese Steinbrücke wurde 1325 über dem Breitstrom der Gera erbaut und ersetzte die ursprüngliche Holzkonstruktion. Nach dem großen Brand 1472 baute die Stadt für die Brückenkrämer 62 Häuser, in denen auch gewohnt werden konnte. Durch zusätzliche Mauervorlagen und hölzerne Sprengwerke wurde die Grundfläche der Brücke vergrößert. Die Brücke wurde einst auf jeder Seite von Kirchen begrenzt. Die erste Erwähnung der Ägidienkirche am Wenigemarkt ist auf 1110 datiert. Mit der mittelalterlichen Benediktikirche auf der gegenüberliegenden westlichen Auffahrt zur Krämerbrücke dient St. Ägidi als Wegekapelle. Um 1324 erfolgte der Neubau der Kirchengebäude nach einem Brand von 1293. Ende des 15. Jahrhundert gab es den Anbau des Chorerkers im Zusammenhang der Veränderungen, die nach dem Brand von 1472 im gesamten Bereich der Brücke nötig geworden sind. 1582 stürzten Teile der Kirche ein und danach erfolgte dann der Wiederaufbau. 1827 ging das Bauwerk in Privatbesitz über und wird seit 1960 als methodistische Gemeindekirche genutzt. Die Benediktikirche, die am Westaufgang der Krämerbrücke stand, befand sich seit 1807 in Privatbesitz, und wurde 1810 abgerissen. Der Abbruch des Turmes, der seit 1736 ohne Bekrönung war, folgt 1896.