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bis 742 | Ur- und frühgeschichtliche Besiedlung des späteren Erfurter Stadtgebietes
Der Erfurter Raum ist uraltes Siedlungsgebiet. Es existieren Belege für die Kultur der Bandkeramiker, der Saale-Schnurkeramiker, die Aunjetitzer Kultur, die Hügelgräberkultur, die Urnenfelderkultur und die La-Tène-Kultur. Im 2. Jahrhundert v. Chr. wird das Gebiet Siedlungsraum von Germanen. Die Eroberung durch die Franken geht mit der Zerstörung des Thüringerreiches einher (531–534).
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742 - 852 | Urkunden geben Auskunft – Anfänge auf historischem Boden
Die erste schriftliche Erwähnung der Siedlung „Erphesfurt“ erfolgt 742. In spätkarolingischer Zeit ist Erfurt ein wichtiger Handelsplatz an der Ostgrenze des Ostfränkischen Reiches und Pfalzort.
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853 - 975 | Entfaltung Erfurts zu einem frühstädtischen Zentrum
Die auf dem späteren Stadtgebiet vorhandenen Siedlungen wachsen zu einem nichtagrarischen frühstädtischen Zentrum zusammen. Aufenthalte von ostfränkisch-deutschen Königen belegen die Bedeutung dieses Zentrums. Auf dem Domhügel befinden sich mehrere geistliche Einrichtungen.
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976 - 1140 | Die Herausbildung der Stadt
Um das Jahr 1000 gelangt Erfurt unter die weltliche Herrschaft des Erzbischofs von Mainz. Es wird in der Folge in die Auseinandersetzungen zwischen dem Königtum und den Erzbischöfen hineingezogen. 1066 wird die erste Stadtumwallung gebaut. Ab dem 12. Jahrhundert entstehen zahlreiche Kirchen. Aus dieser Zeit stammen auch die frühesten bedeutenden Kunstwerke der Stadt.
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1141 - 1251 | Der Rat drängt die erzbischöfliche Stadtherrschaft zurück
Die 1165 zerstörte Stadtbefestigung wird als Stadtmauer 1168 wieder errichtet. Die Emanzipation der Bürgerschaft von der Stadtherrschaft führt zu den Anfängen der Ratsverfassung. Das Pfarrnetz fächert sich weiter auf, und mit den Franziskanern und den Dominikanern kommen die ersten Bettelordenskonvente in die Stadt.
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1252 - 1299 | 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts
Erfurt gewinnt weitere Freiheiten gegenüber dem erzbischöflichen Stadtherrn und entwickelt sich zu einer bedeutenden Schulstadt, die von weit her Schüler anlockt. Der Rat der Stadt beginnt, das städtische Territorium auf das Umland auszudehnen. Mit dem Dominikaner Meister Eckhart lebt für mehrere Jahrzehnte der bedeutendste deutsche Mystiker in Erfurts Mauern.
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1300 - 1314 | Beginn des 14. Jahrhunderts
Der thüringische Dreistädtebund mit Mühlhausen und Nordhausen wird begründet und die Vorherrschaft der Gefrunden, der patrizischen Oberschicht, im Rat gebrochen. 1306 lässt der Rat das Gewohnheitsrecht der Stadt schriftlich niederlegen.
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1315 - 1472 | Auf dem Höhepunkt der Machtentfaltung
Der Rat setzt seine Erwerbspolitik im Umland kraftvoll fort. Erfurt erreicht den Höhepunkt seiner politischen, wirtschaftlichen und geistigen Entwicklung. Die 1392 gegründete Universität ist im 15. Jahrhundert neben der Wiener Alma mater die am stärksten frequentierte deutsche Hochschule und besitzt große geistige Ausstrahlung.
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1473 - 1618 | Humanismus und Reformation, zweite Blüte um 1600
Ohne dass es schon offenkundig würde, setzt um 1480 der allmähliche Niedergang der Stadt ein. Kursachsen und Kurmainz machen ihre Rechte in der Stadt stärker geltend, die Verschuldung der Stadt hemmt die Entwicklung. Die Reformation setzt sich in Erfurt weitestgehend, doch nicht vollständig durch. Der letzte Aufschwung des Waidhandels verhilft der Stadt zu einer letzten Blüte im Bauwesen und in den bildenden Künsten.
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1618 - 1664 | Der Dreißigjährige Krieg und die Unterwerfung der Stadt durch Kurmainz
Der Dreißigjährige Krieg schädigt die Stadt schwer, sie ist länger als 15 Jahre von schwedischen Truppen besetzt. Der Friedensvertrag von Osnabrück bringt der Stadt nicht die erhoffte Reichsfreiheit. Dadurch werden jahrelange Auseinandersetzungen ausgelöst.
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1664 - 1800 | Unter kurmainzischer Herrschaft
Die Zeit der kurmainzischen Herrschaft bringt unter schweren Rückschlägen nur eine allmähliche Erholung. Eine entscheidende Verbesserung der wirtschaftlichen Lage gelingt trotz der Bemühungen einzelner kurmainzischer Statthalter nicht. Auch die Universität setzt bei unbestreitbar großen Leistungen in Einzelnem ihren langsamen Abstieg fort.
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1801 - 1806 | Erfurt wird preußisch
1802 gelangt Erfurt unter die Herrschaft der preußischen Krone. Die preußischen Behörden versuchen ein umfangreiches Reformwerk in Gang zu setzen, machen sich dabei aber nicht nur Freunde. Die Niederlage Preußens im Jahre 1806 setzt den Bemühungen ein vorzeitiges Ende.
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1806 - 1814 | Erfurt unter französischer Besetzung
Erfurt wird 1806 französisch besetzt und ist von 1807 bis 1814 domaine réservé à l'Empereur. Diese Zeit ist eine Zeit wachsender politischer und finanzieller Bedrückung, die die Stadt in den wirtschaftlichen Ruin treibt. Als Napoleon sich 1808 im Beisein fast aller deutschen Landesfürsten mit dem russischen Kaiser Alexander I. trifft, bringt dies für einige Tage – doch nur scheinbaren – Glanz in die Stadt.
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1814 - 1850 | Erfurt im preußischen Staat
1814 wird Erfurt erneut in den preußischen Staat eingegliedert. Die Stadt erhält die kommunale Selbstverwaltung zurück, doch gelingt die Festigung der wirtschaftlichen Lage nur sehr allmählich. 1847 wird Erfurt an das entstehende Eisenbahnnetz angeschlossen.
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1851 - 1900 | 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Die Beseitigung der Festungseigenschaft Erfurts ist die Voraussetzung für die bauliche Erweiterung der Stadt. Unter tüchtigen Oberbürgermeistern erlebt die Stadt einen Höhepunkt ihrer Geschichte. Trotz starker Bevölkerungszunahme innerhalb ganz kurzer Zeit wird die erforderliche Infrastruktur geschaffen und sogar ständig verbessert. Der Erste Weltkrieg und die Unruhen der 20er Jahre brechen die Aufwärtsentwicklung ab.
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1901 - 1933 | Beginn 20. Jahrhundert …
Ein neues Jahrhundert und Erfurt entwickelt sich weiter.
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1933 - 1945 | Im Zeichen des Hakenkreuzes
Die Jahre nach 1933 unterwerfen auch Erfurt den Bedingungen der Diktatur einer Partei. Der Zweite Weltkrieg bringt Not und Tod, bei zahlreichen Bombenangriffen werden 1.500 Menschen getötet und schwere Schäden im Stadtbild bewirkt. Am 12. April 1945 wird Erfurt von US-amerikanischen Truppen besetzt.
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1945 - 1949 | Neubeginn zwischen Hoffnung und Resignation
Der US-amerikanischen Besetzung folgt im Juli 1945 die sowjetische. Unter Schutz und Förderung von Seiten der Besatzungsmacht festigt die SED ihre Macht. Die Jahre nach dem Kriegsende verschaffen Erfurt durch die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten einen starken Bevölkerungszuwachs.
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1949 - 1989 | Unter dem Symbol von Hammer, Zirkel und Ährenkranz
Nachdem Erfurt 1948 zur Hauptstadt Thüringens erklärt worden war, verliert sie diese Stellung 1952 und wird Bezirksstadt des Bezirks Erfurt. Gegen Ende der 50er Jahre verstärkt sich die Fluchtbewegung aus der DDR, davon ist auch Erfurt betroffen. Der Mauerbau konsolidiert die Verhältnisse. Ab den späten 60er Jahren entstehen am Rande der Innenstadt und im Norden der Stadt Neubaugebiete. In den 80er Jahren wird der wirtschaftliche Niedergang unübersehbar. Der Protest gegen die politische Unterdrückung wächst.
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1989 - 1999 | Aufbruch in eine neue Zeit
Die politische Wende des Jahres 1989/90 ermöglicht es, den Niedergang unter freiheitlichen Verhältnissen zum Einhalt zu bringen. Insbesondere die Sanierung der Altstadt bedeutet eine große Leistung. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Stadt werden völlig umgewandelt.
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2000 | Zehn Jahre nach der Wende
Das Jahr 2000 wird durch die Einweihung des Hauptgebäudes der Klinikneubauten, die Neueröffnung des Deutschen Gartenbaumuseums und durch die Einweihung des neuen Universitätsgebäudes geprägt.
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ab 2001 | Das neue Jahrtausend
Die Landeshauptstadt Erfurt im neuen Jahrtausend.
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