Logo Erfurt entdecken english | français | 中文
Rendezvous in der Mitte Deutschlands
Stadtrundgänge
360°-Impressionen
Geschichte
Tradition
Webcam

Tradition

Kulinarisches

Puffbohne

Erfurt und der Waidanbau in Thüringen

Handwerkliches


Stadtplan

Erfurt.de

Fenster schließen
Setzmaschine

Handwerkliches

Erfurt ist reich an kunsthandwerklichen Traditionen, seit Jahrhunderten wird geschnitzt und getöpfert, Glas geblasen und Porzellan geformt. Und natürlich sollten Sie sich bei Ihrem Bummel durch Erfurt die typischen Thüringer und Erfurter

Spezialitäten nicht entgehen lassen. Handwerksbetriebe in der Umgebung von Erfurt laden Sie ebenfalls zu einem Besuch ein.

Erste handwerkliche Spuren, wenn man so will, sind bis auf die Zeit um 800 v. u. Z. zu datieren. Damals vollzog sich auch im Bereich des heutigen Erfurts der Übergang zur Eisenverarbeitung. Der neue Rohstoff, aus Raseneisenerz mit einfachen Schmelzverfahren gewonnen, fand bei der Herstellung von Werkzeugen und Waffen Verwendung. Im Thüringer Becken war die „Thüringische Kultur“ der älteren Eisenzeit verbreitet. Eine bedeutende Siedlung lag am linken Ufer der Gera im Bereich des heutigen Andreastores.

Im 9. Jahrhundert dann beginnt sich Erfurt durch das Zusammenwachsen mehrerer Siedlungen zu einem nichtagrarischen frühstädtischen Zentrum zu entwickeln. Kaufleute, Fernhändler lassen sich nieder. Handwerker sichern die Versorgung und andere Dienstleistungen für die Marktsiedlung ab. Nach wie vor betreibt ein beträchtlicher Teil der Bewohner Ackerbau und Viehzucht.

Um 1000 dann vollzieht sich die Entwicklung zur Stadt. Gegenüber den alten Siedlungen zwischen Petersberg und Gera entsteht eine Neuansiedlung auf dem östlichen Flussufer. Handwerker, vorwiegend aber Kaufleute, lassen sich dort nieder.

Von sich Reden machen die Handwerker 1283. Da gibt es einen Aufstand der Bürgeropposition unter Volrad von Gotha. Danach ist die politische Alleinherrschaft des Kaufmannspatriziats eingeschränkt. Den Handwerkern der neuen großen Zünfte werden zehn Sitze im Stadtrat eingeräumt.

1786 erfolgt die Gründung der Kurfürstlichen Zeichenschule aufgrund einer Anregung Johann Georg Wendels, der ihr erster Leiter wird. Die Schule dient der Ausbildung des Handwerkernachwuchses. 1804 wird sie in eine Provinzial-Kunst- und Bauhandwerksschule umgewandelt, 1835 reorganisiert und 1881 geschlossen.

1821 gibt es die Gründung einer Handwerksschule, die die künftigen Lehrlinge in unmittelbarem Anschluss an die allgemeine Schule ein Jahr lang in Rechnen, Geometrie und Zeichnen, Naturlehre und deutscher Sprache weiterbilden soll. Die Schule wird 1878 geschlossen.

Der Oberpräsident der Provinz Sachsen ordnet 1842 die Errichtung einer Handwerkskammer an.

1845 gründet Franz Hermann eine Lederfabrik in Erfurt. Bereits seit 1650 haben Angehörige der Familie Hermann das Gerberhandwerk betrieben; sie zählt zu den ältesten der Lohgerberfamilien der Stadt. Die Firma entwickelt sich aus kleinen Anfängen zu einer bedeutenden Lederfabrik und Ledervertriebsfirma der Stadt.

Nach Tumulten im März 1848 und im Juni erreicht die Revolution am 24. November in Erfurt ihren Höhepunkt. Die Straßenkämpfe finden auf dem Anger vor dem Zeughaus (Angermuseum) und in der Bahnhofstraße statt. 12 Handwerksgesellen und selbständige Handwerker und 7 Soldaten fallen bei diesen Kämpfen.

1898 eröffnet die staatlich-städtische Handwerker- und Kunstgewerbeschule auf Initiative der Stadt Erfurt und der preußischen Staatsregierung

Am 26. April 1900 findet die Gründungsversammlung der Handwerkskammer statt, an der 33 Handwerksmeister teilnehmen.

Aktuelle Entwicklung

Ziel der aktuellen Wirtschaftspolitik in Erfurt ist die gesunde Mischung von Industrie, Gewerbe und Handwerk, Handel, Dienstleistungen und Behörden.

Die Besonderheit der Wirtschaftsstruktur Erfurts besteht vor allem in ihrer Vielfalt. Sie war und ist geprägt durch den Mix aus Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik, Nahrungsmittelindustrie, Bau- und Baustoffindustrie bis hin zum Gartenbau und Handwerk.

Erfurt entwickelt sich derzeit immer mehr zu einem bedeutenden High-Tech-Standort. Hier haben sich in den letzten Jahren leistungsstarke mittelständische und Kleinbetriebe gebildet. Grundlage für die weitere Entwicklung sind das bestehende Technologiezentrum Erfurt und der sich in der Entwicklung befindliche Technologie- und Innovationspark Erfurt.

Eine wichtige Säule der Wirtschaft in der Stadt Erfurt ist und bleibt dabei das Handwerk. Es zählt mit zu den größten Arbeitgebern und leistungsstarken Ausbildern.

Derzeit sind in Erfurt über 10.300 Firmen und Unternehmen sowie über 2.000 Handwerks- und handwerksähnliche Betriebe der vielfältigsten Branchen ansässig.

Handwerk Handwerk Handwerk