Lutherstätten und Sehenswertes

Zeugen der Zeit Martin Luthers in Erfurt sind heute noch zu besichtigen - das Augustinerkloster mit der Augustinerkirche, auch die Alte Universität, der Dom, die Michaeliskirche und andere Kirchen, in denen Luther später immer wieder predigte. Wer auf Luthers Spuren wandeln will, der ist im "Rom des Nordens", wie man Erfurt im Mittelalter nannte, als Gast jederzeit willkommen.

Lichtdurchfluteter Kreuzgang.

Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt

Das Evangelische Augustinerkloster zu Erfurt ist ein einmaliges Zeugnis mittelalterlicher Ordensbaukunst. Die Kirche und die Klosteranlage der Augustiner-Eremiten wurde um 1300 erbaut.

Abbild einer Person auf einem Sockel, dahinter eine Kirche.

Lutherdenkmal von Prof. Fritz Schaper, Berlin

Am Anger, neben der Kaufmannskirche, befindet sich das Erfurter Lutherdenkmal. Der Standort neben der Kirche wurde gewählt, da Luther hier 1522 mit einer Predigt einen Konfessionsstreit geschlichtet hat.

Ein mittelalterlicher Bau links, zart rosé gehalten, im Hintergrund blauer Himmel

Alte Universität Erfurt: Collegium Maius

In der Michaelisstraße, gegenüber der Michaeliskirche, in der Luther 1522 predigte, ist das Collegium Maius (Hauptgebäude) der 1379 gegründeten und im 15. Jahrhundert sehr bedeutenden Universität zu sehen. Der Reformator wurde 1501 als "Martinus Ludher ex Mansfeldt" immatrikuliert. Das Grundstudium der Sieben Freien Künste schloss er 1505 erfolgreich als Magister Artium ab. Die Einschreibung aus dem Jahre 1501 ist der vermutlich älteste schriftliche Beleg aus dem Leben Luthers.

Blick durch eine Gasse auf die Kirche

Michaeliskirche: Universitätskirche und Luther-Gedenkstätte

Die Michaeliskirche ist eine der ältesten Pfarrkirchen Erfurts. Sie wurde von 1278 bis 1290 auf den Grundmauern eines etwa 100 Jahre zuvor durch eine Erfurter Patrizierfamilie gegründeten Vorgängerbaus errichtet, von dem nur noch die unteren Geschosse des spätromanischen Turmes erhalten geblieben sind.

Fragment einer Kirchenmauer mit großem Fenster

Ruine der Barfüßerkirche: Luther predigte hier im Jahre 1529

Wenige Gehminuten vom Anger entfernt steht die Barfüßerkirche, in der Luther 1529 predigte. Die Ruine der 1944 zum großen Teil zerstörten Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters zählt zu den Meisterwerken der deutschen Bettelordensarchitektur.

Zwei Kirchen, blauer Himmel im Hintergrund.

Priesterweihe im Dom zu Erfurt

Die heutige Kathedrale des Bistums Erfurt ist eng mit dem Werdegang Luthers verknüpft. Hier wird er am 3. April 1507 durch den Weihbischof Johann Bonemilch von Laasphe in der Kilianskapelle zum Priester geweiht.

Verschiedene Menschen empfangen den Mönch Luther

Auf dem Weg zum Reichstag zu Worms: Luthers Empfang vor den Toren der Stadt Erfurt

Zum Reichstag in Worms, 1521, fand Luthers Auseinandersetzung mit den Altgläubigen um Kaiser und Papst einen Höhenpunkt. Für den Reformator gestaltete sich der Weg dorthin zu einem wahren Triumphzug. Der Aufenthalt in Erfurt vom 6. bis zum 8. April 1521 wirft ein Schlaglicht auf die Begeisterung, mit der die Gedanken Luthers aufgenommen wurden.

Ein blaugrundiges Banner verläuft schräg über das Bild. Im Hintergrund ist ein historisches Haus zu sehen.

Luther und die Humanisten der Engelsburg

Das heutige Studentenzentrum Engelsburg mit lauschigem Biergarten und Veranstaltungskeller war einst der Sitz des Erfurter Humanistenkreises um den "Poeten-König" Eobanus Hessus. 1537 wurde Luther hier durch seinen Freund Georg Sturtz medizinisch betreut.