Adam Ries (1492 – 1559)

Der „Rechenmeister des deutschen Volkes“

Adam Ries wurde 1492 in der fränkischen Stadt Staffelstein geboren. Um 1518 ließ Ries sich in Erfurt nieder. In der Erfurter Zeit erschienen seine ersten beiden Rechenbücher. Das erste, „Rechnung auff der linihen“, behandelt das Rechnen mit Rechensteinen auf dem Tisch.

Das zweite stellt auch das Rechnen mit den indisch-arabischen Ziffern dar. Auf dem zweiten Rechenbuch, 1522 bei Mathes Maler in Erfurt gedruckt, beruht der Ruhm von Ries als dem Rechenmeister des deutschen Volkes. 1522 oder 1523 siedelte Ries in die erzgebirgische Stadt Annaberg über. Der Bergbau im Erzgebirge bot Leuten mit guten mathematischen Kenntnissen Brot. 1524 wurde Ries als Rezessschreiber im Bergamt Annaberg erwähnt. 1525 erschien sein großes Rechenbuch, die "Practica".

1525 heiratete er und wurde Bürger von Annaberg. 1539 wurde er zum Berg- und Gegenschreiber und zum Hof-Arithmeticus ernannt. Auch als Vermesser betätigte er sich im Dienste seines Landesherrn. 1559 starb Adam Ries.