Der Heckelraum im Angermuseum

Ein kapellenartiger Raum im Erdgeschoss bewahrt ein Kunstwerk von einzigartigem Rang: den Wandbildzyklus Lebensstufen des deutschen Expressionisten Erich Heckel. Seine Entstehung verdankt er der Anregung des Museumsdirektors Walter Kaesbach, der Heckel freundschaftlich verbunden war, und der finanziellen Unterstützung durch den Erfurter Sammler und Mäzen Alfred Hess.

ausgemalter gewölbter Raum in Ocker- und Brauntönen
Foto: Erich Heckel-Raum „Lebensstufen“, 1922-1924; Angermuseum Erfurt Foto: © Angermuseum Erfurt, Dirk Urban

Ein kleiner, hochgewölbter Raum im Erdgeschoss beherbergt ein Kunstwerk von einzigartigem Rang: Erich Heckels 1922 bis 1924 geschaffene Wandmalereien, die wichtigsten erhaltenen Wandbilder des deutschen Expressionismus. Ihre Entstehung verdanken sie der Anregung Walter Kaesbachs, des damaligen Museumsdirektors und langjährigen Freundes von Heckel, und der finanziellen Unterstützung durch den Erfurter Sammler und Mäzen Alfred Hess. Nach Heckels eigener Aussage entstand das Werk auf der Basis "der einstigen Künstlergemeinschaft und neuer menschlicher Gemeinschaft", womit den Dresdner Malerbund "Brücke", dessen Mitbegründer er war, und sein neues geistiges Umfeld am Rande des Berliner George-Kreises gemeint sind.