Zitadelle Petersberg
erleben und verweilen

Zu Besuch in Erfurt

Kunst und Kultur

Aktuelles

Theater

Varieté und Kleinkunst

Museen

Galerien

Weitere Kultureinrichtungen

Kunst und Kunsthandwerk

Erinnerungs- und Gedenkorte

Freizeit

Sport

Essen und Trinken

Sehenswertes in Erfurt

Rundherum

Logo Erfurt.de Rendezvous in der Mitte Deutschlands english | français | 中文
RSS | Stadtplan | Sitemap | Impressum

BenediktsplatzSpielplatzKrämerbrücke


Suche auf Erfurt.de

Erweiterte Suche
entdecken
Rathaus
erleben und verweilen
leben und wohnen
Wirtschaft
engagiert
mobil
Veranstaltungen
Service
 
Startseiteerleben und verweilenKunst und KulturErinnerungs- und GedenkorteWilly BrandtEinweihung
Schriftgröße AAA
 
Willy-Brandt-Denkmal: Einweihung

zurück zur Übersicht
zurück zur Übersicht

Am Mittwoch wurde das Denkmal "Willy Brandt ans Fenster" des Berliner Künstlers David Mannstein mit einem großen Fest auf dem Willy-Brandt-Platz eingeweiht. Das Denkmal kombiniert das erleuch­tete historische Willy-Brandt-Fenster, einen Informations-Terminal sowie die Leuchtschrift "Willy Brandt ans Fenster" auf dem Dach des Erfurter Hofes.

Mit einer virtuellen Zeitreise wurde zur großen Eröffnungsfeier an die Ereignisse vom 19. März 1970 erinnert: An diesem geschichtsträchtigen Tag kam es im Erfurter Hof zum ersten deutsch-deutschen Regierungstreffen seit der Teilung Deutschlands in zwei Staaten. Ein Ereignis, mit dem Erfurt Eingang in die Europäischen Geschichtsbücher fand, wurde mit diesem Besuch doch die von Willy Brandt skizzierte "Neuen Ostpolitik" eingeleitet. Sein Besuch in Erfurt war ein erster Schritt, der mit der Losung "Wandel durch Annäherung" die Mauer durchlässiger gemacht hat und an deren Ende die Friedliche Revolution von 1989 stand.  
  Denkmal-einweihung 108

Große Hoffnungen wurden in dieses Treffen zwischen Alt-Bundes­kanzler Willy Brandt und dem damaligen Vorsitzenden des Minister­rates der DDR, Willi Stoph, gesetzt. Darum strömten die Erfurterinnen und Erfurter, trotz zu befürchtender Repressalien, zu Tausenden auf den Bahnhofsvorplatz, um den Bundeskanzler und Hoffnungsträger Willy Brandt zu sehen. Ihr vieltausendfacher Ruf nach "Willy Brandt ans Fenster" überraschte die Regierung der DDR und auch in Moskau. Er sorgte für Schlagzeilen in Ost und West und er blieb dem Politiker zeitlebens im Gedächtnis. In seinen Erinner­ungen schrieb Willy Brandt dazu: "Der Tag von Erfurt. Gab es einen in meinem Leben, der emotionsgeladener gewesen wäre?"  

In Erinnerung an den historischen Anlass und an die Person Willy Brandt hallten die Rufe der Erfurter zur Einweihung des Denkmals erneut über den Bahn­hofsvorplatz: Eine multimediale Zeitreise zurück zum 19. März 1970 ließ die Atmosphäre, die damals auf dem Platz herrschte, spürbar werden und erklärte insbesondere der jüngeren Generation, wes­wegen dieses Ereignis den Erfurterinnen und Erfurtern so sehr im Gedächtnis geblieben ist. Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und der Zeitzeuge Günther Hergt starteten die "Zeitmaschine", die im weiteren Verlauf wichtige historische Eckpunkte bis zur politischen Wende 1989/1990 beleuchtete. Mit der Übergabe des "Staffelstabes" an das Wendekind Maria Madalene wurde die neue Zeit eingeläutet und die Erleuchtung des Denkmals eingeleitet. Tausende Gäste kamen auf den Willy-Brandt-Platz, um bei der Einweihung des Denkmals "Willy Brandt ans Fenster" dabei zu sein und zu Musik von Gotte Gottschalk und der Gruppe Vital zu feiern.

Das Denkmal des Berliner Künstlers David Mann­stein ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, der am 15. September 2006 ausgeschrieben wurde. Der Siegerentwurf führte anfangs zu zahlreichen Diskussionen der Erfurterinnen und Erfurter, die insbe­sondere darum kreisten, den ursprünglich vorgesehen Schriftzug "Willy komm ans Fenster" in den historisch korrekten Ruf "Willy Brandt ans Fenster" zu wandeln.

Bildergalerie: Einweihung des Willy-Brandt-Denkmals

 

  zum Seitenanfang zum Seitenanfang | Seite drucken Seite drucken | Seite weiterempfehlen Seite weiterempfehlen  
Kontakt | Impressum © Landeshauptstadt Erfurt