Das Deutsche Gartenbaumuseum befindet sich in der denkmalgeschützten Cyriaksburg inmitten des Parkes der "Egapark Erfurt".
Der Ursprung der Cyriaksburg liegt im Mittelalter. Denn 1123 wurde das Benediktinerinnenkloster vom Erfurter Domberg auf einen Hügel vor die Stadt verlegt. Es erhielt den Namen des Heiligen Cyriakus. Dieses Cyriakskloster wurde aber 1478 abgebrochen und erneut verlegt. Statt des Klosters errichteten Militärstrategen 1480/82 auf dem Hügel eine Burg. Diese Burg wurde im 17. Jahrhundert ausgebaut und in der Preußenzeit verstärkt. Mit der Entfestigung der Stadt Erfurt Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte ein Teilabriss der Burg. Zusammen mit der Internationalen Gartenbauausstellung im Jahre 1961 wurde das Gartenbaumuseum in der Cyriaksburg eröffnet. Das Museum ist ein Forum für die vielfältigen Aspekte des Gartenbaus und der Gartenkunst. Nach mehrjährigem Um- und Ausbau ist das Museum seit Mai 2000 wieder geöffnet .
Die Besucher können auf rund 1500 m² Fläche in die fantastische Welt des Gartenbaus eintauchen, Neues entdecken und Bekanntes mit anderen Augen sehen. Geschichten über das nützliche, schöne und geheimnisvolle, manchmal auch schwierige Miteinander von Mensch und Natur veranschaulichen die Bedeutung der Gartenwelt für unser Leben.
Das Museum wendet sich an eine breite Öffentlichkeit. Es soll Laien wie Profis als Ort der Auseinandersetzung mit den vielfältigen Aspekten des Gartenbaus und der Gartenkunst dienen. Bürger der Region und Schulklassen werden ebenso angesprochen wie in- und ausländische Touristen, die sich über einen speziellen Sektor unserer Kultur und Wirtschaft informieren wollen. Den zahlreichen Gartenliebhabern möchte das Museum vielfältige Anregungen für den eigenen Garten und für die Beschäftigung mit Pflanzen vermitteln. Das Museum stellt die weit reichende Themenpalette des Gartenbaus aus den verschiedenen Blickwinkeln dar.
Die Dauerausstellung informiert in sechs Bereichen über die historische Entwicklung, die naturkundlichen Grundlagen, den modernen Erwerbsgartenbau, die kulturellen und künstlerischen Seiten sowie über die Bedeutung von Gartenanlagen und öffentlichem Grün in städtischen Freiräumen.