800 Jahre Burgengeschichte
Im Städtedreieck Apolda – Jena – Weimar steht im Ortszentrum von Kapellendorf die größte und besterhaltene Wasserburg Thüringens.
Bereits im 9. Jahrhundert begannen die Grafen von "Caspeldorf" mit dem Bau der ersten Burg, an die heute noch Reste erinnern. 1348 verkauften die Burggrafen ihre Feste nach Erfurt. Für die Stadt war die Burg als Stützpunkt an den Handelsstraßen wichtig.
Beeindruckend ist die massive Gesamtanlage, an der man sowohl baugeschichtliche wie historische Studien betreiben kann. Heute beherbergt die Wasserburg ein Museum und ist Veranstaltungsort für Liedernächte und Mittelalterfeste. In den Sommermonaten finden im Burghof die Liebhabervorführungen des Burgtheaters statt. Von März bis Oktober wird im Burghof eine gastronomische Versorgung angeboten.
In den Ausstellungen auf dem Burggelände erfährt der Besucher Wissenswertes über die wechselvolle Geschichte der Burg vom Zoll- und Münzregal im 12. Jahrhundert über das Raubritternest im 15. Jahrhundert bis hin zur Bedeutung der Wasserburg als Hauptquartier für die preußischen Truppen in der Schlacht bei Jena im Oktober 1806.
Ein anderer Ausstellungskomplex zeigt - übrigens einmalig im Freistaat - die Geschichte der Thüringer Burgen. Neben Texttafeln und Karten werden selbstverständlich Modelle der Burganlagen und historische Gegenstände gezeigt.
Nicht versäumen sollte man die alljährlich stattfindenden Ritterspiele, regionalen Volksliederfeste und anderen Sonderveranstaltungen.
Nähere Auskünfte zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen gibt es in der Wasserburg oder beim Stadtmuseum. Seit dem 1. Januar 1998 ist die Burg selbst im Besitz der Stiftung "Thüringer Schlösser und Gärten", die sich um die weitere Sicherung und Nutzung der Anlage bemüht.