Zur Baulichkeit
Die Künstlerwerkstätten sind in einem Gebäudekomplex eingerichtet, in dem sich in den 70er Jahren ursprünglich die Baustelleneinrichtung des Neubaugebietes Rieth mit Büroräumen, Garagen und Werkstätten befand.
Als Nachnutzer zog das Büro für architekturbezogene Kunst des Bezirkes Erfurt ein. Es wurden Werkstätten für Künstler eingerichtet, ein Kunstlager, ein Großraumatelier, und später begann man, eine Werkstatt für künstlerisch gestaltetes Industrie-Email aufzubauen, die jedoch erst nach 1989 endgültig fertig gestellt werden konnte.
Nach Auflösung des Büros für architekturbezogenen Kunst ging der Komplex zunächst in Landesbesitz über und wurde schließlich der Stadt mit der Vorgabe der Förderung und Unterstützung als Künstlerwerkstätten übergeben.
Zur aktuellen Nutzung
Die Künstlerwerkstätten bieten Künstlern Möglichkeiten für verschiedenste Bedürfnisse. So gibt es zwei Atelierbereiche für langfristige Vermietung, ein Großraumatelier für temporäre Nutzung (z. B. für die Ausführung von Werken, die im eigenen Atelier nicht möglich wären), für experimentelle Arbeit oder für Workshops, für die auch der große Hof zur Verfügung steht.
Die Einrichtung einer fachspezifisch ausgestatteten Goldschmiedewerkstatt mit 10 Arbeitsplätzen ergab sich aus der Tradition der internationalen Erfurter Schmucksymposien für experimentellen Schmuck, die bisher im Rhythmus von 2 Jahren durchgeführt wurden. Daraus entwickelte sich ein Zentrum für fachlichen Erfahrungsaustausch und verschiedene Workshops.
Für das Profil der Künstlerwerkstätten in besonderem Maße - auch international - bedeutend ist die Werkstatt für Gestaltung von Industrie-Email. Alljährlich lädt die Kulturdirektion zu einem internationalen Email-Symposium ein, das Künstlern die nahezu einmalige Gelegenheit gibt, mit diesem Material außerhalb der Industrie gestalterisch zu arbeiten - für eigenständige künstlerische Aussagen, aber auch experimentell für große, baugebundene Aufgaben u. ä. m.. Überdies wird die Werkstatt ständig genutzt für Kurse mit Künstlern, Schülern, Studenten oder Auszubildenden und künstlerisch tätigen Vereinen, oder sie wird an Nutzer vermietet, die im Eigenauftrag arbeiten.
So sind die Künstlerwerkstätten sowohl gedacht für Veranstaltungen und Einladungen der Kulturdirektion als auch für die Vermietung an Künstlergruppen, Vereine, Institutionen und Einzelnutzer. Es ist ein Ort der Kommunikation, der experimentellen Arbeit und Projektarbeit.
Nutzungsentgelt:
- für 4 Stunden 12,25 EUR
- für einen Tag (8 Stunden) 24,50 EUR
- für eine Woche 120,00 EUR (7 Tage Nutzung, 5 Tage bezahlen!)
zuzüglich Verbrauchskosten Strom bei Nutzung der Brennöfen (z.Z. 0,2040 EURO/ kWh brutto)
Verkehrsverbindungen:
Mit dem PKW: B4 Richtung Nordhausen - nach dem Binderslebener Kreuz die 2. Abfahrt auf die Nordhäuser Straße, dann 1. links abbiegen auf die Warschauer, dann Vilniuser Straße, zweimal links in die Lowetscher Straße
Mit der Stadtbahn Linien 1 und 6 bis Vilniuser Straße, fünf Gehminuten bis zur Lowetscher Straße 42 c