Kirchen in Erfurt: St. Crucis (Neuwerkkirche)

Katholische St. Crucis-Kirche (Neuwerkkirche)

Dir Volckland-Orgel der Cruciskirche
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
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Neuwerkstraße
99084 Erfurt
Deutschland

Neuwerkstraße, 99084 Erfurt

Die St.-Crucis-Kirche am Ausgang der heutigen Neuwerkstraße war über 600 Jahre lang eng mit dem Schicksal des Augustinerinnenklosters verbunden. Ihre Gründung datiert vermutlich aus dem Jahre 1168. Als in den Jahren von 1194 bis 1196 das Augustinerinnenkloster vom Hospital zum Heiligen Geist hierher verlegt wurde, bezog man die Kirche in die neue Klosteranlage ein.

Ein im Kloster ausgebrochener Brand vernichtete 1291 die gesamte Anlage, die allerdings in wenigen Jahren wieder hergestellt wurde. Der romanische Kirchenbau wurde dann in den Jahren 1466 bis 1473 durch einen spätgotischen Bau ersetzt.

Während der Bauernaufstände im Zusammenhang mit der Reformation wurde 1525 der reiche Kirchenschatz des Gotteshauses und des Klosters geplündert. Was davon übrig geblieben war, beschlagnahmten 1631 die Schweden. Allerdings blieben die katholischen Augustinerinnen auch während dieser Zeit Herrinnen des Klosters.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts hatte sich der bauliche Zustand von Kloster und Kirche so weit verschlechtert, dass mit umfangreichen Erneuerungsarbeiten begonnen werden musste. In den Jahren von 1710 bis 1731 wurden die Klostergebäude vollständig erneuert. Die Grundsteinlegung der heute noch vorhandenen Kirche, die unter Verwendung der gotischen Mauern errichtet wurde, erfolgte am 8. Mai 1731, ihre Wiedereinweihung am 25. September 1735.

Am 11. März 1819 wurde das Kloster aufgehoben und im Jahr 1881 abgebrochen. Das Gotteshaus blieb bis heute als Pfarrkirche bestehen. Eine umfassende Restaurierung erfolgte zwischen 1978 und 1985.