Kirchen in Erfurt: St. Martini

St. Martini

Obwohl es hier vermutlich schon im 11. Jahrhundert eine Kirche gab, datiert die erste urkundliche Erwähnung der Martinikirche im Brühl erst aus dem Jahr 1265.  Im Jahr 1303 wurde sie dem Zisterzienserinnenkloster Mariengarten zugesprochen, das seinen Sitz vom Krämpfertor hierher verlegt hatte. 1472 brannte die Kirche bis auf den Turm völlig ab. Ihr Wiederaufbau dauerte bis 1483. In den Jahren 1755 bis 1758 wurde sie im barocken Stil umfassend umgebaut. Die Innenausstattung allerdings trägt Rokoko-Charakter. Im Besitz der Kirche befinden sich bedeutende sakrale Kunstwerke aus dem 15. und 17. Jahrhundert. 

Vom 14. Jahrhundert bis zu ihrer Säkularisierung durch königliche Kabinettsorder vom 19. Oktober 1819 war die Martinikirche Pfarr- und Klosterkirche. Heute gehört die katholische Kirche St. Martini zur gleichnamigen Pfarrei und wird wieder für Gottesdienste genutzt. Zuständiges Pfarramt ist die Pfarrei St. Severi.