Martin Luther hat im Jahre 1501 die Universität Erfurt bezogen.
Er betrieb zunächst das philosophische Grundstudium; im Frühjahr 1505 nahm er das Jurastudium auf. Unter dem Eindruck einer schweren seelischen Erschütterung trat er am 17.Juli 1505 in das Erfurter Augustiner-Eremitenkloster ein. 1511 verließ er Erfurt, um fortan im Wittenberger Augustiner-Eremitenkloster zu leben und an der dortigen Universität zu lehren.
Motiv 1
Der Student Luther kniet untröstlich an der Bahre eines in einem Raufhandel erstochenen Freundes. Die Begebenheit ist nicht verbürgt.
Motiv 2
Luther nimmt an der Klosterpforte von seinen Freunden Abschied.
Motiv 3
Luther, als Augustinermönch einem Bettelorden angehörend, erbittet von einem reichen Kaufherren eine milde Gabe für das Kloster.
Motiv 4
Hans Luther, der Vater Martin Luthers, beschwört seinen Sohn vergeblich, das feierliche Mönchsgelübde, das ihn für immer ans Kloster fesseln würde, nicht abzulegen.
Motiv 5
Mitbrüder finden den nach einer Selbstgeißelung ohnmächtigen Luther in seiner Zelle. Diese Szene entbehrt der geschichtlichen Beglaubigung; Selbstgeißelungen waren bei den Augustinermönchen nicht bekannt.
Motiv 6
Luther beim Studium in seiner Zelle auf der Wartburg.
Motiv 7
Auf seinem Weg vom Wittenberg nach Worms, wo er sich vor Kaiser und Reich wegen seiner Lehre verantworten soll, kommt Luther auch nach Erfurt (6. April 1521). Er wird von Vertretern der Universität und von vielen Bürgern feierlich begrüßt.