Erfurter Sportler: Gunda Niemann-Stirnemann

Seit 1998 ist Gunda Niemann-Stirnemann Ehrenbürgerin der Stadt Erfurt. 2001 erhielt die neue Eisschnelllaufhalle in Erfurt den Namen "Gunda Niemann-Stirnemann".

Sportliche Vita

Radfahren, Schwimmen, Volleyball, Tischtennis, Leichtathletik- sie hatte in ihrer Kindheit und Jugend einfach alles ausprobiert, nur Eisschnelllaufen war nicht dabei.

Sie war bereits 17 Jahre alt, als sie zum ersten Mal überhaupt auf Kufen stand. Und von da an wurde alles anders! Zwar waren ihre ersten Versuche auf dem Eis alles andere als Erfolg versprechend, doch nach harten Trainingsjahren zahlte sich auch der ständige Kampf zwischen unbändigem Wille und schierer Verzweiflung aus.

Ihre sportliche Bilanz heute: drei olympische Gold-, vier olympische Silbermedaillen über Einzelstrecken, siebenmalige Europameisterin, 29-mal Deutsche Meisterin und mehrfache Weltrekordinhaberin.

Geboren

17.09.1966 in Sondershausen

Sportart

Eisschnelllauf

Beruf

Trainerin am Olympiastützpunkt Erfurt

Größte Erfolge

  • Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1992 über 3000 m und 5000 m
  • Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1998 über 3000 m
  • Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1992 über 1500 m
  • Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1994 über 5000 m
  • Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1998 über 1500 m und 5000 m
  • Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1994 über 1500 m
  • 19 Weltmeistertitel
  • 5 Vizeweltmeistertitel
  • 7 Europameistertitel
  • 12 Gesamtweltcupsiege
  • 14 DDR-Meistertitel
  • 20 Deutsche Meistertitel
  • Eisschnellläuferin des Jahrhunderts 1999
  • Als einzige Frau der Welt wurde sie in den Jahren 1995, 1996 und 1997 mit dem "Eisoscar" des Osloer-Skoiteclubs, der höchsten Auszeichnung, die im internationalen Eisschnelllaufsport vergeben wird, geehrt.
  • ARD-Sportlerin des Jahres 1995

Vereine/Teams

1981 - 1989 SC Turbine Erfurt, seit 1989 ESC Erfurt e. V.

Trainer

Horst Uredat, Herr Jacoby, Frau Höse, Gabi Fuß, Stephan Gneupel, Klaus Ebert