Wettbewerbsergebnisse: Wohnanlage Am Kilianipark in Erfurt-Gispersleben

01.07.2015 09:00 – 17.07.2015 12:00

Mit dem Projekt soll als experimenteller Beitrag zum Städtebau ein Wohnquartier entwickelt werden, das eine neue Verbindung zwischen den seriellen Bautypologien und der gewachsenen Dorflage herstellt.

Realisitische Darstellung des Entwurfs einer Wohnbebauung: 3- und 4-geschossige Wohnhäuser im Grünen.
Die prämierte Arbeit wird Grundlage für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der nun erarbeitet wird. Bild: © hks architekten/Hestermann/Rommel, Erfurt
17.07.2015 12:00

Wettbewerbsergebnisse: Wohnanlage Am Kilianipark

Genre Ausstellung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung
Veranstaltungsort Bauinformationsbüro, Löberstraße 34, 99096 Erfurt

In Erfurt-Gispersleben, im Bereich zwischen Ulan-Bator-Straße und Zittauer Straße, soll zeitnah eine innerstädtische Brachfläche bebaut werden. Im Norden grenzt das Areal unmittelbar an die dörflich kleinteilige Baustruktur des Ortes an. Die südlich und südwestlich liegende umgebende Bebauung ist geprägt durch die Großwohnsiedlung Moskauer Platz. Der Standort bietet durch seine zentrale Lage in der Ortschaft, die gute ÖPNV-Anbindung und die Nähe zum Kilianipark sehr gute Qualitäten als zukünftiges Wohnquartier.

Blick auf Gispersleben
Foto: Die freie Fläche im Spannungsfeld zwischen Gebäuden in serieller Bautypologie und der dörflichen Struktur des Alt-Ortes ist offen für Veränderung. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Für ein experimentelles Wohnbauprojekt auf dem Grundstück um die Zittauer Straße, wenige Meter vom Buga-Areal "Nördliche Geraaue" entfernt, konnte ein privater Bauträger gewonnen werden. Zur Lösungsfindung wurde ein Realisierungswettbewerb für attraktive, bedarfsorientierte und zeitgemäße Wohnformen ausgelobt, an dem fünf Architekturbüros teilnehmen. Ziel ist es, anhand verschiedener Planungsansätze den angemessenen Umgang mit der sensiblen städtebaulichen und architektonischen Struktur des Standortes zu diskutieren und die beste Lösung für die Umsetzung des Vorhabens zu finden.

Mit dem Projekt soll als experimenteller Beitrag zum Städtebau ein Wohnquartier entwickelt werden, das eine neue Verbindung zwischen den seriellen Bautypologien und der gewachsenen Dorflage herstellt. Gleichzeitig soll die durch räumliche Distanz vorhandene Zweiteilung des Ortes überwunden und das Areal zu einem lebenswerten Quartier für unterschiedliche Altersgruppen etabliert werden.

Die Jury-Sitzung zur Bewertung der eingereichten Planungsunterlagen fand am 29. Juni 2015 statt. Die prämierte Arbeit wird Grundlage des noch aufzustellenden vorhabensbezogenen Bebauungsplanes sein.

Alle Wettbewerbsarbeiten werden in einer Ausstellung präsentiert, die vom 1. bis 17. Juli 2015 im Bauinformationszentrum in der Löberstraße 34 zu sehen ist. Interessierte sind herzlich einladen, sich über die zukünftige Bebauung zu informieren.