DomStufen-Festspiele – Der Troubadour

10.08.2017 20:00 – 27.08.2017 23:00

Seit 1994 gibt es dieses besondere Freiluftspektakel, bringt das Theater Erfurt in jedem Jahr ein neues Stück auf den Domstufen und damit vor die beeindruckende 700 Jahre alte Kulisse von Mariendom und St. Severi Kirche.

Gesicht, großteils verdeckt
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
27.08.2017 23:00

DomStufen-Festspiele in Erfurt 2017 – Der Troubadour

Genre Fest
Veranstalter Theater Erfurt
Veranstaltungsort Domstufen, Domplatz, 99084 Erfurt

Weitere Informationen

Die DomStufen-Festspiele in Erfurt sind der sommerliche Veranstaltungs-Höhepunkt Thüringens! Dann verwandeln sich die 70 Stufen des Dombergs zur spektakulären Open-Air Festspielbühne.

Seit 1994 bringt das Theater Erfurt in jedem Jahr ein neues Stück auf den Domplatz und damit vor die atemberaubende 700 Jahre alte Kulisse von St. Severi Kirche und Mariendom, in dem Martin Luther einst zum Priester geweiht wurde. Das Freiluftspektakel ließ bereits mehrere Hunderttausend Besucher zur wohl schönsten Open-Air-Bühne Thüringens pilgern, längst kommen die Gäste nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus vielen anderen europäischen Ländern sowie aus den USA, China oder Australien.

2017 kommt Guiseppe Verdis Oper „Der Troubadour“ auf den Domstufen zur Aufführung.

Der Kartenvorverkauf läuft bereits!

Die Termine:
10. und 11.08. | 15. bis 20..08. | 22. bis 27.08., jeweils 20:00 Uhr

Werkeinführung: Di, 8.8.2017, 19.30 Uhr, Großes Haus, Eintritt frei

Der Troubadour

Oper in vier Akten von Guiseppe Verdi

Libretto: Salvadore Cammarano, vollendet von Leone Emmanuele Bardare,
Il trovatore (Der Troubadour) basiert auf dem Schauspiel El trovador von Antonio García Gutiérrez (1836). Die Handlung spielt in Biscaya und Aragonien zu Beginn des 15. Jahrhunderts.

Es könnte eine recht typische Liebesgeschichte sein: Graf Luna verliebt sich in Gräfin Leonore. Doch diese hat noch einen zweiten attraktiven Verehrer, den Ritter Manrico, der ihr als Troubadour Ständchen bringt. Verführt von seiner Musik gibt sie ihm den Vorzug. Es kommt zum Duell. Besonders brisant wird die Geschichte durch Manricos Mutter, die Zigeunerin Azucena. Als Manrico verletzt auf dem Krankenlager liegt, enthüllt sie eine alte Geschichte, nach der ihre Mutter dem jüngeren der beiden Grafensöhne einst die Zukunft voraussagte und dafür als Hexe verbrannt worden war. Um ihre Mutter zu rächen, entführte sie den Thronfolger und warf ihn ebenfalls in die Flammen. Unschuldig wird Leonore in diese Familienfehde hineingezogen, und zwischen Liebe, Eifersucht, Rache und Intrigen entwickelt sich ein immer komplexer und dramatischer werdendes Szenarium.

Ihre große Popularität gewann diese Oper schon kurz nach der Uraufführung 1853 in Rom. Innerhalb von nur drei Jahren erreichte sie 229 Neuproduktionen weltweit, die begeisterte Zuhörer fanden. Giuseppe Verdi war selbst am meisten von der geheimnisvollen Figur der Zigeunerin gefesselt und schuf davon inspiriert ein Meisterwerk der Ausdruckskraft und feinen Charakterisierung. Der für seine Musik typische reiche Melodienstrom wird hier durch musikalisch effektvolle und eindrucksvolle Stimmungsbilder an den dramatischen Brennpunkten ergänzt.

Die vielfältigen und düsteren Handlungsorte wie Festung, Kloster und Kerker scheinen wie gemacht für die stimmungsvolle Kulisse der Domstufen.

Musikalische Leitung: Samuel Bächli
Regie: Jürgen Weber
Ausstattung: Hank Irwin Kittel
Dramaturgie: Lorina Strange
Choreinstudierung: Andreas Ketelhut