Vortrag: „Warum wir erst seit 100 Jahren wissen, was öffentliche Kulturpolitik ist. Edwin Redslob und die Impulse seiner Zeit.“

03.09.2013 18:00 – 03.09.2013 20:00

Erst im frühen 19. Jahrhundert kam der Begriff „Kulturpolitik“ auf. Innerhalb einer im Wandel befindlichen Staatsauffassung entstand das Konzept eines Kulturstaates, in dem Bildung und Demokratie als Schlüsselmotive gelten. Ein einigermaßen systematisches und wissenschaftlich fundiertes Verständnis von Kulturpolitik bildete sich hingegen erst im späten 20. Jahrhundert aus.

expressionistisches Bild von Ernst Ludwig Kirchner, Edwin Redslob darstellend
Bild: © Brücke-Museum Berlin, Dauerleihgabe der Pressestiftung Tagesspiegel
03.09.2013 20:00

Vortrag: „Warum wir erst seit 100 Jahren wissen, was öffentliche Kulturpolitik ist. Edwin Redslob und die Impulse seiner Zeit.“

Genre Veranstaltung
Veranstalter Angermuseum - Kunstmuseum der Landeshauptstadt Erfurt
Veranstaltungsort Angermuseum, Anger 18, 99084 Erfurt

Kulturdirektor Tobias J. Knoblich zeichnet in seinem Vortrag ideelle Grundlagen und Impulse auf dem Weg zu einer modernen Kulturpolitik nach. Im Zentrum steht der erste hauptamtliche Direktor des Städtischen Museums in Erfurt, Edwin Redslob, dem späteren Reichskunstwart der Weimarer Republik. Modernen Strömungen folgend, sucht Redslob in der musealen Präsentation die Verbindung des Alten mit dem Neuen. Mit der Öffnung für die Moderne rührt Redslob indes grundlegend am kulturellen Gedächtnis seiner Zeit…

 

Der Referent

Geboren in Zwickau, Studium der Kulturwissenschaft, Kulturpolitik und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin (M. A.), seit 2011 Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt, Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, Lehrbeauftragter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, lebt in Erfurt