6. November 1813 – Der Tag der Erfurt veränderte

06.11.2013 06:00 – 06.11.2013 22:00

Napoleonische Truppen zogen sich nach der Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig auf den Erfurter Petersberg zurück. Die alliierte Armee aus preußischen, russischen und österreichischen Soldaten belagerte Erfurt. Am 6. November 1813 erfolge ein verheerender Artillerieangriff des II. Preußischen Armeekorps auf die Festung Petersberg, bei dem das Stadtviertel am Dom für immer zerstört wurde.

Kämpfende Soldaten vor der Kulisse des brennenden Domplatzes
Foto: © Stadtmuseum / D. Urban
06.11.2013 22:00

6. November 1813 – Der Tag der Erfurt veränderte

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtmuseum Erfurt
Veranstaltungsort Stadtmuseum, Johannesstraße 169, 99084 Erfurt
Zahlreiche Personen in der Sonderausstellung des Stadtmuseums. Die Kuratorin, mit Brille, erklärt die Domplatz-Karte.
Foto: Kuratorin Gudrun Noll-Reinhardt spricht zum Aktionstag "6. November 1813 – Der Tag der Erfurt veränderte" Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / D. Urban

Am 7. November vereinbarten Alliierte und Franzosen einen Waffenstillstand. Bis zum Abzug der französischen Truppen am 16. Mai 1814 gehörte der Tod zum Alltag, vermutlich 3000 bis 4000 französische Soldaten und 1000 Einwohner fielen Seuchen, Hunger und direkter militärischer Gewalt zum Opfer. Viele Erfurter verloren alles, was sie besaßen.

Programm-Informationen

Ab 06:00 Uhr kann das Stadtmuseum und die Sonderausstellung "Die Belagerung von Erfurt 1813 von 1814" Eintritt frei besucht werden.

MDR-Radio Thüringen ist vor Ort und berichtet in einer Kurzreportage live.

Ebenfalls ganztägig zwischen 06:00 und 22:00 Uhr findet eine Projektion der Chronik der Tagesereignisse vor 200 Jahren an einem Schaufenster der Buchhandlung Hugendubel statt.

Auf der Basis einer Medienpartnerschaft mit dem MDR-Landesfunkhaus Thüringen, MDR 1 Radio Thüringen wird es drei Schaltungen ins Stadtmuseum geben. Im Vorfeld erfolgt Anfang der nächsten Woche mehrfach eine Ankündigung der Veranstaltung.

Die Kuratorin Gudrun Noll-Reinhardt, Museumspädagogin Karin Breitkreutz sowie der Buchautor Frank Palmowski bieten Impulsführungen von jeweils 20 min Länge in der Ausstellung an.

08:00, 10:00, 12:00 Uhr (bei Bedarf auch mehr)

Der Schauspieler Martin Schink liest Auszüge aus den drei beeindruckenden  Erfurter Chroniken, die auch in der Ausstellung präsentiert werden.

13:00, 14:00, 14:30 Uhr (jeweils 10 min Länge)

15:00  - 15:45 Uhr 
„Vom Chronik-Studium zum Pulverdampf des Reenactments“ –  Über das rechte Maß des Erinnern in Deutschland

Eine Talkrunde zur deutschen Erinnerungskultur im Jahr 2013 mit Sabine Ebert, Bestsellerautorin (u.a. „1813 – Kriegsfeuer“), Frank Palmowski, Bodendenkmalpfleger und Sachbuchautor, Tamara Thierbach, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Erfurt, Dr. Steffen Raßloff, Historiker und Hardy Eidam, Museumsdirektor.
Moderation: Dr. Torsten Unger, MDR

Eine Frau mit rotem Haar und blauer Bluse.
Foto: Sabine Ebert Foto: © FinePic München / Helmut Henkensiefken

17:00  - 18:00 Uhr
„Warum Geschichte?“ Die Bestseller-Autorin des Völkerschlacht-Epos "1813 - Kriegsfeuer", Sabine Ebert, berichtet über die Arbeit an ihrem Buch, liest und stellt sich den Fragen ihrer Leser

18:00 - 18:45 Uhr
Signierstunde mit Sabine Ebert

20:30 - 21:00 Uhr
Impulsführung durch die Ausstellung mit Buchautor Frank Palmowski

21:15 - 21:30 Uhr
Abschließende Lesung aus den Erfurter Chroniken mit Martin Schink

22:00 Uhr
Schließung des Museums