Paradise Lost - War am Anfang das Wort?

01.06.2014 11:00 – 20.07.2014 18:00

Die Künstlergruppe "Schaum" in der Galerie Waidspeicher

Die Künstler Alexandra Lotz, Tim Kellner, Wanja Tolko und Marc W1353L, die seit 2009 die Gruppe "SCHAUM" ausmachen.
Künstlergruppe "Schaum" Foto: © Tim Kellner
20.07.2014 18:00

Paradise Lost - War am Anfang das Wort?

Genre Ausstellung
Veranstalter Galerie Waidspeicher
Veranstaltungsort Galerie Waidspeicher im Kulturhof Krönbacken, Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt

Informationen zur Veranstaltung: "Paradise Lost"

Gemeinsam künstlerisch zu arbeiten und dabei doch die eigene Individualität zu wahren, ist das Anliegen der Künstlergruppe "Schaum". Bei ihrem Agieren entstehen sowohl individuelle Werke, als auch kollektive Performances und Interventionen. Dabei entwickelt "Schaum" selbstreflexiv kritische Ansätze zu Kunst und Gesellschaft aus dem Selbstverständnis als exemplarisch kleinste sozial-gesellschaftliche Einheit. Die Künstlergruppe arbeitet in den Bereichen Performance, Fotografie, Malerei, Grafik und Konzeptkunst. Zu "Schaum", 2009 in Rostock gegründet, gehören Alexandra Lotz, Tim Kellner, Wanja Tolko und Marc W1353L.

Durch das Hinterfragen aktueller gesellschaftlicher Tendenzen allgemein und die Analyse von Zweckentfremdung in Sprache und Ikonografie im Besonderen untersucht "Schaum" den "shift of values" (Wertewandel) und übersetzt die gemachten Beobachtungen in ihre künstlerische Sprache; Ironie und Doppeldeutigkeit kommen dabei die Funktion der Schaffung einer kritischen Distanz und damit eines Reflexionsvermögens des Betrachters im Umgang mit Sprache und bildlicher Darstellung zu.

Das Konzept von "Schaum" zum kulturellen Jahresthema der Stadt Erfurt "Wie viele Worte braucht der Mensch?" beruht auf der Auseinandersetzung mit dem Ort. Für die Galerie Waidspeicher wird die Künstlergruppe die Geschichte des Ortes anhand der sprachlichen Entwicklung vom Mittelalter zur Gegenwart einschließlich der sprachlichen Besonderheiten untersuchen: Die Geschichte des ehemaligen jüdischen Viertels, in dem Juden und Christen beieinander wohnten, Fachtermini, geprägt durch den Waidhandel, aber auch der regionale Wortschatz werden zum Ausgangspunkt ihrer umfassenden Analyse. Mittels verschiedener künstlerischer Ansätze und Strategien werden die Forschungsergebnisse verbal-auditiv, verbal-visuell aber vor allem rein bildnerisch zu einer Gesamtinstallation, die eigens für Erfurt entwickelt wird, zusammengeführt. Außerdem wird ein "Wort von Bedeutung", bei dessen Findung die Erfurterinnen und Erfurter einbezogen sind, zu einem Kunstwerk entwickelt.

Hinweis

Die Ausstellung wird am 31.05.2014 um 19.00 Uhr eröffnet.
Öffnungszeiten ab 01.06.: Di - So 11.00-18.00 Uhr

Der Veranstalter: Galerie Waidspeicher

Wir über uns

Die Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken ist eine städtische Galerie. Nationale und internationale zeitgenössische Kunst prägt das Profil dieser Galerie, die sich in einem reizvollen Innenhof inmitten des so genannten Lateinischen Viertels der Erfurter Altstadt befindet. Sie präsentiert ständig wechselnde Ausstellungen, vorrangig aus den Bereichen Installation und Skulptur sowie Werke der angewandten Kunst. Sie hat sich zudem besonders die Förderung regionaler Künstlerinnen und Künstler als auch von Kunstvereinen und Ausbildungsstätten mit künstlerischem Profil zur Aufgabe gemacht.

In einem ehemaligen Waidspeicher, den die Patrizierfamilie von der Sachsen im Jahr 1468 im hinteren Bereich des Handelshofes errichten ließ, erstrecken sich auf zwei Geschossebenen 400 qm Ausstellungsfläche. Die Sanierungsarbeiten am historischen Speichergebäude wurden 1992 abgeschlossen, zwei Jahre später wurde an der Nordseite ein Funktionsbau in moderner Architektursprache ergänzt, um damit die Ausstellungsbedingungen qualitativ zu verbessern.
Regelmäßige Führungen zu den Ausstellungen gehören neben anderen Veranstaltungen zum Begleitprogramm der Galerie.

Susanne Knorr
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Michaelisstraße 10
99084 Erfurt

Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt