Musik der Worte

07.09.2014 11:00 – 07.09.2014 13:00

Eine Konzertreihe in drei Teilen

Schwarz-weißes Logo von Musica Nova
Musica Nova Erfurt Bild: © Máté Sólyom-Nagy
07.09.2014 13:00

Musik der Worte

Genre Veranstaltung
Veranstalter Initiative Musica Nova Erfurt
Veranstaltungsort Haus Dacheröden, Musikzimmer, Anger 37, 99084 Erfurt

Informationen zur Veranstaltung: "Musik der Worte"

In den vom Musica Nova Ensemble Erfurt angedachten drei außergewöhnlichen Kammermusikmatineen im Musikzimmer des Hauses Dacheröden sollen wortgebundene Kompositionen erklingen. Im Mittelpunkt der interdisziplinären Konzertreihe mit zeitgenössischer Musik stehen melodramatische Kammermusikwerke wie „Die Lerche“ nach dem Andersen-Märchen „Das Gänseblümchen“ von Felicitas Kuckuck, „Nachruf auf eine Amsel“ von Cesar Bresgen und „Pan“ von Willy Schneider. Ergänzend dazu kommt noch eine äußerst gelungene Vertonung von Morgenstern-Gedichten durch Ivana Loudová zu Gehör. Außerdem sollen in den hochanspruchsvollen Konzerten weitere „wortinspirierte“ Werke erklingen, wie Reinhard Lipperts „Verwandlung“ (Hommage a Hiob) nach Bibeltexten, wie Hiob 30 Vers 31 („Mein Harfenspiel ist zur Klage geworden und mein Flötenspiel zum Trauerlied“).

Zur Lutherdekade passend sollen auch Reinhard Lipperts „Worte“ (nach Luther) musiziert werden, die dieser Notenkünstler extra für das Ensemble geschrieben hat. Des Weiteren sollen noch Alice Samters „Zwiegespräch“, Vivienne Olivé’s Stück „Text I “ und Ursula Görschs „Chiffren“ gespielt werden. In letzterem Werk sind im Rhythmus der Morse-Sprache die Worte Liebe und Frieden als zwei Grundsehnsüchte der Menschheit verschlüsselt.

Das Eröffnungskonzert mit einer Einführung in die (fast) vergessene Kunstrichtung des Dadaismus und dem Zelebrieren der konzertfüllenden dadaistisch-monologischen Ur-Sonate, respektive Sprech-Oper von Kurt Schwitters wird eine Novität im Erfurter Kulturleben sein. Ergänzend dazu sollen dadaistische Gedichte z.B. von Hans Arp sowie Lyrik von Christian Morgenstern und Kurt Marti vorgetragen werden. Bei der Programmdramaturgie ist das im öffentlichen Musikleben sträflich vernachlässigte weibliche Musikschaffen mit ca. 50% Anteil an Werken berücksichtigt worden.

Programm Konzert 1:

Einführung in die Kunst der Aufbruchszeit im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts im Allgemeinen und speziell in die Kunstrichtung „Dadaismus“ in Korrespondenz zur von  Weimarer Künstlern ausgerufenen Dadaismus-Dekade mit Gedichtsbeiträgen von Hans Arp u. a.

Kurt Schwitters: Ur-Sonate für Sprechgesang

Erwin Schulhoff: „Bassnachtigall“ für Kontrafagott

Mitwirkende: 
Igor Anatoli Ratinoff - Kontrafagott
Maté-Solyom Nagy – Sprechgesang
Frieder Gauer – Moderation/Rezitation

Programm Konzert 2: 21.09.2014, 11 Uhr

Willy Schneider: „Pan“, Melodram für Sprecher(in) und Flöte

Ursula Görsch: „Farbenwechsel“ für zwei Flöten

Cesar Bresgen: „Nachruf auf eine Amsel“, Melodram für Sprecher(in) und Blockflöten
                               
Alice Samter: „Zwiegespräch“ für zwei Flöten

Ursula Görsch: „Chiffren“ für Flöte solo

Ivana Loudová: Morgenstern-Lieder für Gesang und Flöte Gedichte von Morgenstern und Marti

Mitwirkende:
Astrid Thelemann – Gesang
Frieder Gauer – 1. Flöte/Moderation
Anja Feldmann – 2. Flöte

Programm Konzert 3: 05.10.2014, 11 Uhr

Reinhard Lippert: Verwandlung (Hommage a Hiob) für Flöte und Harfe nach Hiob 30 Vers 31; Klagegesang – Tanz des Lichts

Julien-Francois Zbinden: Trois esquisses japoaises (op. 72) für Harfe; Kamakura – Myajima – Himeji

Vivienne Olivé: Text I für Flöte solo

Ivana Loudová: „Solo für König David“ für Harfe

Felicitas Kukuck: „Die Lerche“, Melodram für Sprecher(in) und Flöte nach dem Märchen „Das Gänseblümchen“ nach H. Chr. Andersen

Reinhard Lippert :  Worte (nach Martin Luther) für Bariton, Flöte und Harfe

Mitwirkende:
Maté-Solyom Nagy – Sprechgesang
Frieder Gauer – Flöte/Moderation
Christine Richter - Harfe

Der Veranstalter: Musica Nova Ensemble Erfurt

Wir über uns

Die Initiative Musica Nova Erfurt ist ein loser Zusammenschluss Künstler des Theaters Erfurt und freischaffenden Musiker. Die Initiative beschäftigt sich vorwiegend mit zeitgenössischer Musik, dabei liegt der Schwerpunkt auf dem deutschen Tonschaffen, wobei auch Kammermusikwerke ostdeutscher Komponisten vor dem Vergessen bewahrt werden sollen.
Sie versucht in engagierten Interpretationen einem neugierigen Publikum neue Musik schmackhaft zu machen.

Máté Sólyom-Nagy