Konzeption, Materialität und Rezeption von Meister Eckharts Raum- und Zeitvorstellungen

25.01.2016 09:30 – 26.01.2016 18:00

Am 25. und 26. Januar 2016 findet ein Workshop zum Thema "Konzeption, Materialität und Rezeption von Meister Eckharts Raum- und Zeitvorstellungen" statt. Es handelt sich um ein Angebot der Erfurter RaumZeit-Gruppe in Kooperation mit dem Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und dem King’s College London (AHRC-Forschungsprojekt zu Meister Eckhart).

Zahlreiche Menschen vor einem alten Portal.
Teilnehmer des Workshops "Konzeption, Materialität und Rezeption von Meister Eckharts Raum- und Zeitvorstellungen" Foto: © Matthias Frank Schmidt
26.01.2016 18:00

Konzeption, Materialität und Rezeption von Meister Eckharts Raum- und Zeitvorstellungen

Genre Veranstaltung
Veranstalter Universität Erfurt und King’s College London
Veranstaltungsort Max-Weber-Kolleg und Internationales Begegnungszentrum der Universität Erfurt, Nordhäuser Straße 74, 99089 Erfurt
Sehr alter lateinischer Schriftetext.
Bild: Expositio Libri Genesis: Handschrift: Erfurt, Bibliotheca Amploniania. Aufgrund des Wasserzeichens datiert auf den Zeitraum 1320-1329), 1. Viertel 14. Jh. Bild: © Universitätsbibliothek Erfurt, Dep. Erf. CA. 2° 181, Blatt 4r

In der Veranstaltung geht es vor allem um die Materialität und Erfahrungen von Körperlichkeit und Körper in Konzeption und Rezeption von Meister Eckharts Raum- und Zeitvorstellungen. Konzeption und Rezeption beziehen sich sowohl auf die Vorstellungen von Raum und / oder Zeit bei Eckhart, wie auch die seines Umfeldes, wie etwa Albertus Magnus, Thomas von Aquin u.a.

Aber auch die Materialität des Werkcorpus Eckharts und seines Umfeldes spielt eine Rolle: Wie stehen die Texte als Objekte und Subjekte in Raum und Zeit? Wie verändern sich Lektüre und Interpretation, sobald die Materialität nicht nur Hinzufügung und Marginalie ist, sondern seine Texte als Zeugnisse mit Blick auf Beschreibmaterialien, als Teil der Kodex- und Sammlungszusammenhänge, hinsichtlich Palimpsestvorlagen, Kontexteinträge, Einbände, Besitznotizen, Signaturen und weiteren bibliographisch Bedeutsamem gelesen und rezipiert werden?

Angestrebt sind dabei nicht nur chronologisch lineare Untersuchungen, sondern auch gerade Vergleiche von Mittelalter mit Moderne, da der Workshop davon ausgeht, dass gerade hinsichtlich von Raumvorstellungen und die daraus folgenden Vorstellungen von Körper übergreifende Vergleiche möglich und fruchtbar sein lassen.

Frauen und Männer an einem großen Tagungstisch.
Foto: Beim Workshop "Konzeption, Materialität und Rezeption von Meister Eckharts Raum- und Zeitvorstellungen" Foto: © Matthias Frank Schmidt

Der Workshop bildet die Abschlussveranstaltung des vom britischen Arts and Humanities Research Council (AHRC) für drei Jahre geförderten Projektes zu Meister Eckhart und die frühe Pariser Universität, das sich neuen Pariser Quaestionen von Eckhart gewidmet hat und von Professor Markus Vinzent als verantwortlichem Leiter und Professor Oliver Davies als unterstützendem Wissenschaftler mit der wissenschaftlichen Hilfe von Dr. Christopher M. Wojtulewicz durchgeführt wurde.

Junge Frau neben Kunstwerk.
Foto: Die US-amerikanisch-koreanische Performancekünstlerin Taery Kim (*1988) in der neuen Ausstellung der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / M. Sauerbrey

Der Workshop findet anlässlich der von Dr. Jutta Vinzent initiierten Ausstellung "Performing Bodies. Raum und Zeit bei Meister Eckhart und in den Video Installations von Taery Kim", die in der Galerie Waidspeicher, Erfurt am 23. Januar eröffnet wird, statt.