Abnehmender Schrecken – zunehmende Liebe: Abendmahl auf dem Domplatz

05.09.2017 19:30 – 13.09.2017 22:00

Abendmahl "abnehmender Schrecken | zunehmende Liebe". Konzert, Installation und trimediales TV-, Radio- und Webprojekt für 95 Singende, eine bestuhlte Holztafel, Kameras, Videoscreens und Licht – anlässlich des Reformationsjubiläums 2017

Eine bunte Zeichnung, die den Erfurter Dom, die Severikirche und Menschen zeigt.
"Auf dem Domplatz ist immer etwas los...": Ein Abendmahl gibt es im September Bild: © Dr.-Birgit-Dettke-Archiv
13.09.2017 22:00

Abendmahl – „abnehmender Schrecken | zunehmende Liebe“

Genre Veranstaltung
Veranstalter Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig e. V. (FZML) / Filmproduktion Lumanscape / Produktionsagentur Fine
Veranstaltungsort Domplatz, Domplatz, 99084 Erfurt

Kirchentag auf dem Weg

Die vier mitei­nander verbundenen Formate des Projektes treten wie folgt in Erscheinung:

Format 1: Installation einer 42 Meter langen, bestuhlten Tafel an drei zentralen Orten der Reformation in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – in diesem Falle Erfurt.  Schaffung eines Begegnungsortes für Anwohner und Touristen, der jeweils etwa 10 Tage das Thema sichtbar in den Mittelpunkt rückt.

Format 2: Konzert von 95 Gesangssolisten, die die Tafel zum trimedialen Ereignisraum werden lassen. Das Werk des Komponisten und Medienkünstlers, Thomas Chr. Heyde, verarbeitet die lateinischen Originaltexte der „95 Thesen“ zu einem musikalisch, filmisch- und szenischen Gesamtkunstwerk.

Format 3: TV-Wiedergabe und Videoinstallation basieren unter anderem auf computergestützten und motorisierten Kameras, die nach einem diffizil komponierten Prinzip die Tafel entlang fahren und sowohl mit der Musik als auch mit der gestischen Choreografie der Mitwirkenden eine komplexe Einheit bilden. Zudem stützt sich die Visualisierung auf Verfolgerkameras, 360-Grad-Perspektiven und eine Spidercam, die alle in Echtzeit abgemischt werden.

Format 4: Interaktivität und Transmedialität stellen bei diesem Gesamtkunstwerk kein Begleit- oder Zweitverwertungskonzept dar, vielmehr sind sie grundlegender Bestandteil der künstlerischen Idee. Im Zentrum steht eine „App“, die mit Mitteln der augmented reality die historischen Orte, das Thema und letztlich vor allem das Werk in Szene setzt. Das Geschehen wird dabei konzertiert durch Web2.0-Medien, einen Blog, eine Website und ebenso durch vielschichtige klassische PR-Maßnahmen begleitet und ergänzt.