Frauenfrühstückstreff: Pilgern ohne Geld?

19.05.2017 10:00 – 19.05.2017 12:00

1.450 Kilometer quer durch Deutschland. Ohne Geld, ohne Kreditkarte, ohne Handy, ohne irgendeine Sicherheit – das ist ein ebenso ungewöhnliches, wie faszinierendes Unterfangen. Brunhilde Schierl aus Drosendorf hat es gewagt und berichtet am 19. Mai im Rahmen der Ausstellung „Pilger(n) - Auf der Suche nach dem Glück“ im Frauenzentrum Erfurt in der Pergamentergasse 36 über ihren Weg von Flensburg bis Konstanz. Eine Anmeldung zur Veranstaltung wird erbeten.

Pilgerin im Schneidersitz mit blauem T-Shirt mit der Aufschrift "Gottvertrauen stärkt" und Hut, rechts der Pilgerrucksack mit gleicher Aufschrift.
„Ich wusste nicht, wohin mich dieser Weg führt. Ich spürte nur tief in mir, ich soll ihn gehen…“: Brunhilde Schierl spricht im Frauenfrühstückstreff zum Thema „Pilgern ohne Geld?“ Foto: © Michaela Thoma
19.05.2017 12:00

Frauenfrühstückstreff: Pilgern ohne Geld?

Genre Veranstaltung
Veranstalter Frauenzentrum Erfurt in Zusammenarbeit mit dem Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt und der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Erfurt
Veranstaltungsort Frauenzentrum Erfurt , Pergamentergasse 36, 99084 Erfurt

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„Wie kann ich es wagen auf Kosten anderer Menschen durchs Land zu laufen, obwohl ich doch nicht arm bin und mir mein Essen selbst kaufen könnte?“, beginnt Brunhilde Schierl ihre Geschichte und erzählt, wie alles angefangen hatte mit einer Bibelstelle aus dem Lukasevangelium, die da heißt:„Zieht hinaus in die Welt, verkündet die Botschaft, heilt die Kranken. Nehmt kein Geld und kein Brot mit“.

Die Pilgerin hat sich auf ihrem Weg der Güte der Menschen ausgeliefert. „Sie können mir glauben“, so Schierl, „dieser Weg hat mich meinen ganzen Mut gekostet. Das ganze Vorhaben sprengte jegliche Vorstellungskraft meines Verstandes. Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlasse. Ich wusste nicht, wohin mich dieser Weg führt. Ich spürte nur tief in mir, ich soll ihn gehen…“

Auf ihrem Weg durch Deutschland sammelte sie fast 1.500 Unterschriften gegen Zwangsprostitution. Ihre Erlebnisse hat Brunhilde Schierl in einem Buch festgehalten, dessen Erlös dem Projekt Solwodi zugutekommt.