Filmvorführung „Hitlers Hollywood. Das deutsche Kino im Zeitalter der Propaganda 1933-1945"

17.09.2017 11:00 – 17.09.2017 13:00

Über 1000 Spielfilme wurden in den Jahren 1933-1945 in Deutschland hergestellt. Bei den wenigsten handelt es sich um offene Propaganda. Aber noch weniger der im Nationalsozialismus produzierten Filme sind harmlose Unterhaltung. Das nationalsozialistische Kino war staatlich gelenkt, und zugleich wollte es „großes Kino" sein: Eine deutsche Traumfabrik.

Porträt eines Mannes.
Heinz Rühmann, kolorierte Diafolie für Leuchtkasten (um 1938) Foto: © Universität Erfurt
17.09.2017 13:00

Filmvorführung „Hitlers Hollywood. Das deutsche Kino im Zeitalter der Propaganda 1933-1945"

Genre Veranstaltung
Veranstalter Kunsthalle Erfurt
Veranstaltungsort Kunsthalle Erfurt, Fischmarkt 7, 99084 Erfurt

Rüdiger Suchslands aktuelle Dokumentation „Hitlers Hollywood“ erzählt erstmals von der dunkelsten und dramatischsten Periode deutscher Filmgeschichte, und erinnert zum hundertsten Geburtstag der Ufa 2017 an diese Filme und ihre Stars: Hans Albers, Heinz Rühmann, Zarah Leander, Ilse Werner, Marianne Hoppe, Gustaf Gründgens und viele mehr.

Die NS-Filme waren nicht nur technisch perfekt gemacht, sie waren emotional, weckten Sehnsüchte, ließen träumen, boten Zuflucht. Das Kino war industriell vorgefertigt und manipulativ. Vielleicht waren die Gefühle, die diese Filme weckten, oft ein Selbstbetrug, falsche Gefühle. Aber es waren eben Gefühle. Nur so ist die Wirkungskraft des NS-Kinos zu erklären. Millionen gingen seinerzeit ins Kino. Welche Träume träumten die Deutschen in ihrer ureigenen germanischen Traumfabrik? Wovon sollten sie träumen, wenn es nach den Machthabern ging? Wie funktioniert Propaganda?

Die Filmvorführung bildet den Abschluss des Begleitprogramms zur Ausstellung "Kunst.Ort.Kino" und ist Teil der Finissage am letzten Öffnungstag.