Klimaschutz

Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung

Klimaschutz ist spätestens seit der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, bei der auch die Klimarahmenkonvention von den meisten Staaten unterzeichnet wurde auf der internationalen Agenda. Trotz vielfältiger Bemühungen kann in Bezug auf die internationalen Klimaschutzziele insgesamt bisher kein Erfolg verbucht werden. Im Gegenteil – weltweit steigen die Emissionen treibhausschädlicher Gase noch immer. Die Bedeutung des Themas und die Dringlichkeit hat daher deutlich zugenommen.

So rechnet der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen vor, dass eine sofortige Trendwende notwendig ist, und dann perspektivisch die Emissionen im Jahr 2050 um 50 bis 80 % gegenüber 1990 gesunken sein müssen. Wenn die Trendumkehr erst im Jahr 2015 erfolgt, müssten die Emissionen jährlich immerhin um 5 % (verglichen mit dem Niveau von 2008) vermindert werden, um das Ziel zu erreichen, insgesamt bei der Erwärmung unter 2 °C zu bleiben. (vgl. WBGU)

Die Industriestaaten müssen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit natürlich deutlich schnellere Emissionsminderungen realisieren, da sie immer noch für den Großteil der Emissionen verantwortlich sind. Etwa 75 % der relevanten Emissionen werden in Städten verursacht, so dass es nicht verwundert, dass auch die Landeshauptstadt Erfurt neue Maßnahmen plant, um vor allem die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren.

Leitbild zum Klimaschutz in Erfurt

Handlungskonzept

Am 29.02.2012 hat der Stadtrat der Landeshauptstadt die Ziele und das Leitbild zum Klimaschutz in Erfurt beschlossen. Gleichzeitig wurde ein Handlungskonzept vorgestellt, dass das Erreichen dieser Ziele ermöglichen soll.

Abgeleitet aus den langfristigen Zielen, bis zum Jahr 2050 mindestens 80 % der Kohlendioxid-Emissionen einzusparen, will die Landeshauptstadt je Dekade 30 % im Vergleich zum vorherigen Zeitraum einsparen. D.h. in der ersten Periode bis 2020 sollen 30 % gegenüber 2008 eingespart werden.

Dazu werden Maßnahmen im Bereich Energieerzeugung, Energieeffizienz und nachhaltiger Mobilität entwickelt.