Projekte und Initiativen
Auf vielfältige Projekte und Initiativen innerhalb des Themenfeldes Natur- und Umweltschutz, verbunden mit einer auf nachhaltigen Klimaschutz orientierten Stadtentwicklung, kann die Landeshauptstadt Erfurt zurückblicken.
Nachfolgend sind besondere Highlights dargestellt, die unter Federführung des Umwelt- und Naturschutzamtes initiiert wurden. Hierbei wird deutlich, dass dem länderübergreifenden Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Handeln mit Partnerstädten auf Ebene der Europäischen Union ein hoher Stellenwert beigemessen wird.
Insbesondere im Hinblick auf das formulierte Ziel einer schlanken Umweltverwaltung - verbunden mit der Konzentration auf Pflichtaufgaben - ist die Erschließung von Synergieeffekten für eine nachhaltige Umweltentwicklung unverzichtbar.
Ein Wettbewerb der Landeshauptstadt Erfurt und der Stadtwerke Erfurt Gruppe
Kluge Köpfe und einzigartige Ideen
"Visionäre sind ihrer Zeit voraus". Als Leonardo da Vinci seine Flugmaschine zeichnete, war die technologische Entwicklung dafür längst noch nicht reif. Die Erfindung des Rades revolutionierte den Alltag und war Basis für andere Erfindungen, die heute ganz selbstverständlich Teil unseres Lebens sind. Für die Visionäre unserer Tage stellen sich jedoch ganz andere Fragen: Welche Welt hinterlassen wir nachfolgenden Generationen? Wie sensibilisieren wir Menschen für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften?
Auf Einladung des Oberbürgermeisters, Andreas Bausewein, fand in der Zeit vom 17. bist 24. Oktober 2010 eine Umweltprojektwoche mit jungen Teilnehmern aus Erfurter Partnerstädten und der Gastgeber statt. Der Einladung waren Vertreter aus den Partnerstädten Kalisz (Polen), Mainz, Haifa (Israel) und Vilnius (Litauen) gefolgt. Ziel der Projektwoche war zum Einen insbesondere junge Menschen an die Belange von Umwelt- und Naturschutz heranzuführen und zu demonstrieren, dass diesem Anliegen auch mit einfachen Mitteln entsprochen werden kann. Zum Anderen sollte dieses Treffen auch dem Kennenlernen und der weiteren Verständigung zwischen Bürgern der Partnerstädte dienen.
Die Teilnehmer arbeiteten an 3 Objekten:
1. Fuchsfarm im Erfurter Steigerwald
In der bekannten Naturschutzlehrstätte wurde ein vorhandener Metallzaun durch einen naturnahen Zaun ersetzt, ein Hochbeet angelegt sowie weitere vorhandene Anlagen und Erlebnisbereiche gepflegt bzw. erneuert.
2. Wanderwegebeschilderung
Das Wanderwegenetz der Landeshauptstadt wurde durch Errichtung acht neuer Wegegabeln bereichert und somit für Wanderer noch attraktiver gestaltet. Im Bereich der neuen Wegegabeln wurden Wegemarkierungen erneuert.
3. Eventgarten der Naturfreundejugend Erfurt
Die Naturfreundejugend errichtet im Erfurter Norden ein Objekt, in dem vor allem Kinder spielend den Umgang mit der Natur erlernen sollen. Die Teilnehmer aus den Partnerstädten und Erfurt waren dabei eine willkommene und fleißige Unterstützung.
Alle Beteiligten werteten das Treffen als sehr erfolgreich und die Teilnehmer bedankten sich für die freundliche Aufnahme sowie die gewonnenen Erkenntnisse. Erfurt bedankt sich für den Einsatz, verbunden mit dem Wunsch, derartige Treffen des Öfteren zu wiederholen.
Das Ziel der Stadtverwaltung Erfurt war es, die mehrjährige Zusammenarbeit der Partnerstädte auf unterschiedlichsten Gebieten, z. B. Kulturveranstaltungen, auch durch Umweltprojekte zu bereichern.
Daher lud der Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt 2002, 2003 und 2004 Vertreter der Partnerstädte zur Teilnahme an entsprechenden Seminaren ein.
Diese Seminare wurden vom Umwelt- und Naturschutzamt in Zusammenarbeit mit dem Bereich Internationale Verbindungen und dem Bereich Stadtentwicklung des Stadtentwicklungsamtes vorbereitet und organisiert.
Unterstützt wurden die Projekte von der Europäischen Union.
Das Seminar 2002 behandelte unter dem Thema: "Umweltinformationen heute" in drei Blöcken folgende Aspekte der Gesamtproblematik:
- Umweltinformation mit modernen Medien
- Umweltinformation durch Erfahrung
- Umweltinformation als Management- und Steuerungssystem.
Das Seminar 2003 behandelte unter dem Thema: „Kommunale Beiträge zur Lösung globaler Umweltprobleme“ in drei Blöcken folgende Aspekte der Gesamtproblematik:
- Abfallvermeidung/Abfallverwertung
- Ökonomie durch Ökologie
- Ökologisches Bauen und Gestalten.
Im Jahr 2004 fand ein weiteres Treffen statt, das dem Thema "Die Stadt und ihre Gewässer" mit folgenden Schwerpunkten gewidmet wurde:
- Gewässerschutz und -reinhaltung
- Hochwasserschutz und -management
- Gewässerentwicklung und Wirtschaft.
In ihren Beiträgen legten die Teilnehmer den Stand, die Erfahrungen und Ansätze ihrer Kommunen zu den Aspekten der Thematik dar.
Bild rechts: Vortrag zum Thema "Europäische Wasserrahmenrichtlinie"
Die spezifischen Entwicklungen der Teilnehmerstädte, die regionalen Bedürfnisse und der durch die nationale Gesetzgebung abgesteckte Rahmen bedingen den jeweiligen Stand, zeigen aber auch Potenziale und Vielschichtigkeit für die Gestaltung der behandelten Themen.
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| Bilder oben: Im 2. Teil des Vortrages zum regionalen Entwicklungskonzept "Erfurter Seen" wurde den Teilnehmern eine Exkursion zu den Kiesabbaugebieten im Norden Erfurts geboten. | |
Bild rechts: Abschließende Pressekonferenz im Erfurter Rathaus unter Beteiligung der Partnerstädte Györ, Kalisz, Mainz und Vilnius. |
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Der intensive Austausch und die offene Atmosphäre führten zu einem konstruktiven Seminarklima bei allen Veranstaltungen, bestätigten den eingeschlagenen Weg und rechtfertigen den Aufwand in Vorbereitung und Durchführung.


