Brühl-Süd

Informationen zum hochbaulichen Realisierungswettbewerb

Luftbildaufnahme auf die Flächen des Realisierungswettbewerbes
Foto: Blick auf das Plangebiet "Brühl-Süd" Foto: © GeoBasisDE/TLVermGeo

Die städtebauliche Revitalisierung des ehemaligen Gewerbestandortes „Brühl“ stellt einen zentralen Baustein der Stadtentwicklung in Erfurt dar. Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) entwickelte als Flächeneigentümerin seit 1995 das Brühl sukzessive zu einem modernen, gemischt genutzten neuen Stadtquartier. Mit dem Areal Brühl-Süd am Gothaer Platz soll die Entwicklung nun komplettiert und die bauliche Verbindung zwischen der Altstadt und den westlichen Stadtbereichen hergestellt werden.

Den städtebaulichen Rahmen dazu stellt der Entwurf des Büros UmbauStadt aus Weimar dar, welcher aus einem 2012 durchgeführten städtebaulichen Gutachterverfahren hervorgegangen ist. Diese städtebauliche Planung definiert die künftige bauliche Struktur und Parzellierung der einzelnen Baugrundstücke. Vorrangig sollen hier Geschosswohnungen und Stadthäuser entstehen. Zur Belebung und Durchmischung des Quartiers sind ergänzende quartiersbezogene Handels- und Dienstleistungsnutzungen entlang der neu anzulegenden Erschließungsstraße vorgesehen.

In einem weiteren Schritt führte die LEG im Jahr 2015 ein Interessenbekundungsverfahren durch und konnte so für die ersten vier Baufelder Investoren gewinnen. Zur Sicherung der architektonischen Qualität lobten diese Investoren im Frühjahr 2016 gemeinsam einen nicht offenen hochbaulichen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren nach den Regeln der RPW 2013 auf der Grundlage des städtebaulichen Entwurfs aus.  

Zur Teilnahme zugelassen wurden je Wettbewerbsgebiet sechs Teilnehmer, davon wurden jeweils zwei Teilnehmer von dem jeweiligen Bauherrn vorab ausgewählt („gesetzt“), vier Teilnehmer wurden aus den zugelassenen Bewerbern gemeinsam durch Auslober, Landeshauptstadt Erfurt und Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH ausgewählt und verbindlich einem Baufeld zugeordnet.

Der Wettbewerb wurde am 18. August 2016 entschieden. Die Ergebnisse sind nachfolgend zusammengefasst.

Realisierungswettbewerb Brühl-Süd – Darstellung der einzelnen Wettbewerbsgebiete (Baufelder) i
Foto: Realisierungswettbewerb Brühl-Süd – Wettbewerbsgebiete Foto: © Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH

Wettbewerbsgebiet 1

Auslober/Bauherr

Sparkasse Mittelthüringen, Erfurt

Teilnehmer

DMSW architektur und landschaft, Berlin
hks HESTERMANN ROMMEL Architekten + Gesamtplaner GmbH & Co. KG, Erfurt (gesetzt)
Hobusch + Kuppardt Architekten, Leipzig
HPP Hentrich-Petschnigg & Partner GmbH & Co. KG, Leipzig
Schettler Architekten, Weimar (gesetzt)
VITAMINOFFICE Architekten BDA, Erfurt

Wettbewerbsgebiet 2

Auslober/Bauherr

Imo Bau GmbH, Erfurt

Teilnehmer

Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA, Weimar (gesetzt)
PAB Architekten, Erfurt (gesetzt)
roedig.schop architekten gbr, Berlin
TRU Architekten, Berlin

Wettbewerbsgebiet 3

Auslober/Bauherr

Anhöck & Kellner Massivhaus GmbH, Erfurt

Teilnehmer

Erfurt & Partner GmbH, Architekten und Ingenieurgruppe, Erfurt (gesetzt)
FABER + FABER Architekten, Berlin
Gewers & Pudewill GmbH, Berlin
Henchion + Reuter Architekten, Berlin
homuth + partner Architekten, Leipzig (gesetzt)
Thillmann Architekten, Koblenz

Wettbewerbsgebiet 4

Auslober/Bauherr

HK Immobilienmanufaktur GmbH, Erfurt

Teilnehmer

ADOBE Architekten + Ingenieure, Erfurt (gesetzt)
Architekturbüro Chlebos GmbH, Weimar
Haus-mit-Zukunft Architekten + Ingenieure, Erfurt (gesetzt)
h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH, Stuttgart
nps tchoban voss GmbH & Co. KG, Dresden
RUS Architekten, Erfurt in Zusammenarbeit mit Architekturbüro Caspari, Meiningen

Weiterführende Planung

Der rechtliche Rahmen im Hinblick auf die Umsetzung des städtebaulichen Konzepts wird durch eine verbindliche Bauleitplanung geschaffen. Im Herbst 2013 wurde hierzu durch den Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplans BRV493 „Brühl-Süd“ beschlossen und die erste Beteiligungsstufe der Öffentlichkeit und Behörden durchgeführt.

Die nun vorliegenden Ergebnisse des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs werden in das weitere Bebauungsplanverfahren einfließen.