Realisierungswettbewerb "Rathausbrücke und Umfeld"

Kartendarstellung des Geltungsbereiches
Foto: Geltungsbereich Rathausbrücke Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Für die Flächen südlich der Krämerbrücke wurde vom Auslober, Stadt Erfurt, ein begrenzt offener Realisierungswettbewerb durchgeführt.

Erfurt ist eine lebendige Stadt im Herzen Deutschlands und Europas. Die Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen kann auf eine reiche Geschichte zurückblicken, die noch heute an einer umfassend erhaltenen Altstadtstruktur und vielen Einzeldenkmalen ablesbar ist.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Gestaltung des wertvollen Stadtraumes im ältesten Teil Erfurts, einem Bereich auch von höchster Bedeutung für den Tourismus.

Das Erfurter Denkmal Krämerbrücke, die einzige vollständig mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen, sollte als Brücke über den Breitstrom der Gera besser zur Wirkung gebracht werden. Die heute abriegelnde Wirkung des Umfeldes, wie Breitstrominsel und Rathausbrücke auf der Südseite, soll gemindert werden. Die neue Rathausbrücke war dabei zu einem als Brücke eigenständig erlebbaren, attraktiven städtebaulichen Element im Stadtraum zu inszenieren. Der Freiraum um die Rathausbrücke war in angemessener Form erlebbar zu machen.

Auf Grund der außerordentlich hohen stadträumlichen und stadtgestalterischen Bedeutung wurde ein hoher Anspruch an die Brücke und ihre Integration in den Stadtraum gestellt. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Ingenieur und Landschaftsarchitekt war erforderlich.

Das Realisierungsgebiet umfasste den gesamten Straßenzug Rathausbrücke und den südlichen Teil der Breitstrominsel, das Umfeld/Wettbewerbsgebiet zusätzlich den westlichen und nördlichen Anschlussraum Benediktsplatz und Krämerbrücke.  

Die Auslobung erfolgte als EWR-weiter, einstufiger, begrenzt offener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren nach GRW 95 (2003). Das gesamte Verfahren war bis zum Abschluss anonym.

Die 20 Teilnehmer wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren ermittelt. 19 Arbeiten wurden eingereicht und durch eine Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern bewertet. 
Das Preisgericht tagte am 02.09.2008