Die Freiflächengestaltung des westlichen Angers erzeugt derzeit einen stark erneuerungsbedürftigen Eindruck und ist der traditionellen Einkaufsstraße einer Landeshauptstadt unangemessen.
Mit der Neugestaltung des westlichen Angers soll die Lücke zwischen den bereits neugestalteten Flächen im Umfeld (östlicher Anger, Bahnhofstraße, Regierungsstraße und Hirschgarten) geschlossen werden. Damit kann die Anziehungskraft der Erfurter Innenstadt wesentlich weiter gestärkt werden.
Speziell für diese große Investition stehen im Förderzeitraum des EFRE-Programms der EU bis 2013 letztmalig umfangreiche Finanzhilfen zur Verfügung, sodass die Stadt von den förderfähigen Kosten nur ein Viertel selbst tragen muss, insgesamt etwa 1,5 Mio. Euro.
In den Planungsprozess sind die Bürgerinnen und Bürger von Anbeginn intensiv einbezogen worden. In einer mit großer Resonnanz durchgeführten Bürgerbeteiligung wurden ganz offen zwei Varianten diskutiert: Die beidseitige Pflanzung kleinkroniger Bäume ähnlich wie heute und als Alternative eine einseitige Pflanzung deutlich größerer Bäume nur auf der Nordseite. Über die Ergebnisse ist regelmäßig berichtet worden.
Parallel dazu wurde die technische Planung weitergeführt. Hierbei hat sich aktuell herausgestellt, dass beide Varianten zwar weiterhin technisch möglich sind, bei der beidseitigen Pflanzung jedoch Mehrkosten in Höhe von 1,0 bis 1,5 Mio. Euro aufgrund der komplizierten Leitungssituation entstehen. Für diese Mehrkosten stehen nach jetzigem Stand keine Fördermittel zur Verfügung, sie müssten demnach allein von der Stadt zusätzlich aufgebracht werden.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 5. Mai 2010 beschlossen, erneut eine Bürgerbefragung über die beiden Varianten durchzuführen.
Die Einwohner der Stadt Erfurt waren daher aufgerufen, bis 02.07.2010, ihr Votum für eine der Begrünungsvarianten des westlichen Angers abzugeben.
Derzeit erfolgt die Auswertung der Bürgerbefragung.