Die Andreasstraße ist jedoch auch wesentlicher Bestandteil der "Entwicklungsachse Westliche Altstadt - Universität - nördliche Siedlungsgebiete" und übernimmt somit wichtige räumliche Aufgaben über das Sanierungsgebiet hinaus. So sind die Ansprüche verschiedener Nutzer und Funktionen wie Fußgänger- und Radverkehr, Parkplätze, Haltestellen und Gastronomie im Planungsraum auf einander abzustimmen.
Projektbeschreibung
Um den verschiedenen Nutzungsansprüchen in der Andreasstraße gerecht zu werden und die bestehenden Konflikte zu beseitigen, soll zukünftig der Radverkehr nicht mehr wie heute auf der Gehbahn geführt werden, sonder mit einem separaten Radweg entlang der Straße. Ein Sicherheitsstreifen von 50 cm zwischen Fahrbahn und Radweg soll allen Verkehrsteilnehmern zusätzlich Schutz bieten. Darüber hinaus bietet er ausreichend Raum, die Straßenbahn an einparkenden Fahrzeugen ungehindert passieren zu lassen. Durch die Einordnung des Radweges entfallen ca. 4 der bestehenden Bäume. Die Baumgruppe vor der Andreaskirche soll erhalten bleiben.
Die Parkflächen, welche in ihrer Anzahl erhalten bleiben, sollen im gesamten Straßenverlauf in Längsrichtung angeordnet werden.
Um die Flächen im Gehwegbereich für eine vielfältige Nutzung vorzuhalten und die Aufenthaltsqualität zu steigern, ist vorgesehen den DSD Containerstandort (Glas und Papier) unter den Gehweg, als unterirdisches System, zu errichten.
Die Gehbahn soll zur komfortablen Nutzung für den Fußgänger und altstadtgerechten Gestaltung mit Natursteinplatten belegt werden. Diese Gestaltung setzt harmonisch die Fußgängerführung des östlichen Domplatzbereiches fort. Die aus dem Andreasviertel einmündenden Gassen werden mit ihrer Pflasterung bis an den Bordstein herangezogen, so dass die mittelalterliche Gassenstruktur auch in der Andreasstraße wieder erkennbar wird.
Die Straßenbahnhaltestelle zwischen Weber- und Glockengasse verbleibt an ihrem Standort. Der Fahrradfahrer wird hier aufgrund des schmalen Straßenraumes auch weiterhin über einen gemeinsamen Radgehweg geführt.
Die Straßenbeleuchtung soll mittels innovativer LED Beleuchtung erfolgen, welche auf verschiedene Verkehrs und Witterungssituationen reagieren soll. Dieses Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird von zwei Universitäten wissenschaftlich begleitet und ist in seiner Art einzigartig in Deutschland.