Wohnen am Auenpark

Informationen zum nichtöffentlichen Realisierungswettbewerb

Luftbildaufnahme auf die Flächen des Realisierungswettbewerbes
Foto: Blick auf das Plangebiet "WohnenAuenpark" Foto: © GeoBasisDE/TLVermGeo

Das 1,73 Hektar große Wettbewerbsgebiet befindet sich im Norden der Stadt Erfurt auf einer ehemals durch die Telekom genutzten Fläche an der Riethstraße. Direkt an der Straße wurde das alte dreigeschossige Bürogebäude der Telekom zu altengerechten Wohnungen um gebaut (Riethstraße 30 a). Die Nebengebäude auf dem einstigen Gelände der Telekom sind derzeit ungenutzt. Das Wettbewerbsareal wird im Westen und Norden von einer stark begrünten Hangkante, im Osten von der Radrennbahn und im Süden von der Riethstraße begrenzt. Oberhalb der Hangkante im Westen und Norden grenzen das Wohngebiet Berliner Platz (Warschauer Straße) und ein Kleinsiedlungsgebiet an.

Das Wettbewerbsquartier war Bestandteil des BUGA-Wettbewerbs „Nördliche Geraaue“ von 2014. Alle Preisträger schlugen für diesen Standort eine Wohnbebauung mit der Maßgabe vor, im Osten des Bereichs einen ausreichend breiten Korridor für die Durchwegung und Grün vorzuhalten sowie die begrünte Hangkante im Westen zu belassen. Das Wettbewerbsgebiet wurde zudem in die Vorbereitenden Untersuchungen zur Erweiterung des Sanierungsgebiets Auenstraße/Nordhäuser Straße einbezogen.

Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK 2020 wird als strategisches Projekt im räumlichen Leitbild „Stadt- und Freizeitlandschaft“ das Grüne Geraband benannt. Das Wettbewerbsareal stellt einen innerstädtischen Standort an dieser zukünftigen Achse des Grünen Gerabandes dar, der für die Realisierung von Geschosswohnungsbau gut geeignet ist.

Die neue Planung sieht die Realisierung von kosten- und flächensparenden Wohngebäuden mit hoher gestalterischer und funktionaler Qualität vor. Der zu überplanende Bereich soll unter Wahrung der Bestandsgebäude mit einer mehrgeschossigen Wohnbebauung entlang der zukünftig öffentlich nutzbaren Grünfläche mit Durchwegung in Nord-Süd-Richtung angemessen bebaut werden und als eigenständiger Stadtbaustein mit einer zeitgemäßer Architektur die neue Stadtkante zum Park definieren.

Ziel der vorzuschlagenden Lösung ist eine barrierearme, altengerechte und familienfreundliche Wohnbebauung mit Tiefgaragenstellplätzen - den heutigen Anforderungen an Wohnraum und -strukturen entsprechend. Die fußläufige Ost-West-Querung des Wettbewerbsgebiets und die Nord-Süd-Querung sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer sollen als Bestandteil des Wohnumfeldes mit Aufenthaltsqualität ausgebildet werden.

Wettbewerbsauslober

privater Bauherr

Teilnehmer

Bau-Consult Hermsdorf, Gesellschaft beratender Ingenieure mbH, Hermsdorf
Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar
Haus-mit-Zukunft Architekten + Ingenieure, Erfurt
Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH
Schettler Architekten, Weimar  

Preisträgerentwürfe

Die beiden Erstplatzierten wurden mit der Überarbeitung ihrer Beiträge entsprechend den Hinweisen der Jury beauftragt.

Weiterführende Planung

Der rechtliche Rahmen im Hinblick auf die Umsetzung des städtebaulichen Konzepts wird durch eine verbindliche Bauleitplanung geschaffen. Im Herbst 2015 wurde hierzu durch den Stadtrat die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ANV643 „Wohnen am Auenpark“ beschlossen und die Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung sowie die wesentlichen Auswirkungen informiert.

Die nun vorliegenden Ergebnisse des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs werden in das weitere Bebauungsplanverfahren einfließen.