Gesunde-Städte-Netzwerk

Auf der Grundlage der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung der WHO und der europäischen Charta "Über Umwelt und Gesundheit" wurde 1989 das bundesdeutsche Gesunde-Städte-Netzwerk initiiert.

Inzwischen sind an der nun weltweiten Bewegung über 1000 Städte beteiligt. Erfurt ist seit 1991 Mitglied im Gesunde-Städte-Netzwerk Deutschlands, das derzeit mehr als 50 Teilnehmerstädte umfasst. Die Koordination der Gesunde-Städte-Arbeit in Erfurt liegt im Aufgabenbereich der Abteilung Gesundheit des Amtes für Soziales und Gesundheit.

Die Mitgliedschaft im Gesunde-Städte-Netzwerk soll neue Ansätze der Gesundheitsförderung voranbringen und damit dem Wohl und der Gesundheit der Bürger dienen. Zur Umsetzung der Gesunde-Stadt-Konzeption in Erfurt wurde, neben den vielfältigen Aktivitäten im Bereich Gesundheitsförderung, 2001 das Koordinationsgremium Gesunde Stadt gegründet. Das Koordinationsgremium verfolgt die Zielsetzung, das Leitbild "Gesunde Stadt" langfristig zu entwickeln.

Die WHO definiert eine gesunde Stadt wie folgt: "Eine gesunde Stadt verbessert kontinuierlich die physischen und sozialen Lebensbedingungen und fördert die Entfaltung gemeinschaftlicher Aktions- und Unterstützungsformen, beides mit dem Ziel, die Menschen zur wechselseitigen Unterstützung in allen Lebenslagen zu befähigen und ihnen damit die maximale Entfaltung ihrer Anlagen zu ermöglichen".
Die Entwicklung zu einer gesunden Stadt fordert deshalb eine optimale Nutzung kommunaler Ressourcen sowie die Befähigung des Einzelnen, wie auch von öffentlichen Institutionen, für die Gesundheit im Sinne der Definition der WHO Sorge zu tragen.