System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV)

Regelmäßig beteiligt sich die Landeshauptstadt Erfurt alle fünf Jahre an der Verkehrsbefragung "Mobilität in Städten – SrV".

Allgemeine Informationen zum System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV)

SrV2018 Logo
Foto: Logo "SrV - Mobilität in Städten 2018" Foto: © TU Dresden
  • Benutzen Sie auf dem Weg zur Arbeit öffentliche Verkehrsmittel und wie lange sind Sie unterwegs?
  • Erledigen Sie Ihre Einkäufe zu Fuß?
  • Fahren Sie abends mit dem Auto ins Kino?
  • Oder: Waren Sie überhaupt nicht unterwegs?

Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Befragung gestellt. Seit 1972 führt die Technische Universität Dresden regelmäßig die repräsentative Studie "Mobilität in Städten – SrV" auf Basis von Haushaltbefragungen durch. Die im Jahr 2013 durchgeführte Befragung fand deutschlandweit in 118 Untersuchungsräumen statt. Die Studie dient dem Erkennen von Trends und Entwicklungen bei der individuellen Mobilität und schafft damit eine Grundlage für die Verkehrsentwicklungsplanung.

Die Landeshauptstadt Erfurt hat sich an allen bisherigen Befragungsdurchgängen beteiligt und verfügt somit über eine fast einmalige langjährige Zeitreihe von Mobilitätskennziffern, die ein eindrucksvolles und statistisch gesichertes Bild der Verkehrsentwicklung der Stadt liefern. Die Teilnahme 2013 wurde durch den Freistaat Thüringen zu 50 % gefördert.

Erhebung 2018

SrV2018 Karte Deutschland
Karte: Karte der teilnehmenden Städte/Regionen Karte: © TU Dresden

Aktuell bereitet die Technische Universität Dresden den nunmehr elften Befragungsdurchgang der SrV-Zeitreihe vor, der im Jahr 2018 stattfinden wird. Die Befragung beginnt im Januar 2018 und läuft über zwölf Monate. Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV 2018“, das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. Auch die Landeshauptstadt Erfurt nimmt wieder an der Befragung teil. Gegenüber den vorangegangenen Durchgängen wird die Stichprobe in Erfurt erhöht, so dass auch erstmalig statistisch gesichert teilräumlich differenzierte Analysen innerhalb des Stadtgebietes möglich sein werden. Der Freistaat Thüringen fördert das Projekt für die teilnehmenden Thüringer Kommunen mit 50 Prozent.

Die Stadtverwaltung Erfurt und die TU Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen. Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird deshalb gebraucht. Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind.

Ausgewählte Ergebnisse der SrV 2013

In Erfurt wurden im Verlauf des Jahres 2013 1.029 Personen befragt. Durchschnittlich legt der Erfurter 3,6 Wege am Tag zurück und verbringt im Mittel 73,5 Minuten pro Tag im Verkehr. In Erfurt stehen durchschnittlich 1,0 Pkw und 1,5 Fahrräder pro Haushalt zur Verfügung. 28,2 % der Haushalte besitzen keinen Pkw. Etwa 2 % der Befragten sind Carsharing-Nutzer mit einem mittleren Alter von 36 Jahren.

Erfurt weist aufgrund seines kompakten Stadtkerns gute Ausgangsbedingungen für den Fußverkehr auf. Die neuste Erhebung zeigt, dass der Anteil im Fußverkehr leicht gestiegen ist. Der Anteil des Fußverkehrs an allen Wegen liegt bei 29,7 % und damit 1,2 % über dem Wert von 2008. Auch der Radverkehrsanteil konnte gegenüber 2008 von 8,3 % auf 10,8 % gesteigert werden.

17,2 % der Wege der Erfurter werden mit dem ÖPNV zurückgelegt. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist somit rückläufig im Vergleich zu 2008. Gleichzeitig ist der Anteil des motorisierten Individualverkehrs an allen Wegen leicht angestiegen auf 42,3 %.

Weitere Informationen zur Studie und den Ergebnissen der SrV 2013 finden Sie hier: