Umweltzone: Fragen und Antworten zu Nachrüstungs- und Fördermöglichkeiten

Wo kann ich mich im Internet informieren, ob mein Fahrzeug nachrüstbar ist?

Grundlegend ist es mit Einführung der Umweltzone nicht erlaubt, mit Fahrzeugen ohne Plakette in dem festgelegten Bereich zu verkehren (ausgenommen Oldtimer und besondere Genehmigungen). Durch das Nachrüsten eines anerkannten Dieselpartikelfilters können die Emissionswerte dieser Fahrzeuge verbessert werden, so dass die geforderte Plakette erhalten werden kann.

Nachstehende Internetadressen können zur Information für Nachrüstungs- und Fördermöglichkeiten genutzt werden.

Welche Förderung gibt es bei der Partikelfilternachrüstung bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen?

Seit dem 1. Januar 2012 wird die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit einem Partikelfiltern wieder vom Bund gefördert. Berücksichtigungsfähig sind Nachrüstungen, die zwischen dem 1. Januar 2012 und dem 31. Dezember 2012 erfolgen. Fahrzeughalter erhalten für die Nachrüstung ihres Fahrzeuges einen Barzuschuss in Höhe von 330 Euro. Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit stehen insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung, welche für rund 90.000 Nachrüstungen reichen. Wenn diese Mittel aufgebraucht sind, ist keine Förderung mehr möglich.
Gefördert wird die Nachrüstung von Diesel-Pkw und von zur Güterbeförderung genutzten Diesel-Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 Tonnen (leichte Nutzfahrzeuge).

Die verwaltungsmäßige Abwicklung der Förderung erfolgt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Die vollständigen Fördervoraussetzungen sind in einer Förderrichtlinie enthalten, die am 23. Dezember 2011 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Antragsformulare stehen ab dem 1. Februar 2012 auf der Webseite der BAFA zur Verfügung.

Welche Förderung gibt es bei der Partikelfilternachrüstung bei schweren Nutzfahrzeugen?

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) betreut das Förderprogramm "De-minimis". Im Rahmen dieses Programms können Unternehmen des Güterkraftverkehrs für schwere Nutzfahrzeuge unter anderem Zuschüsse für den Erwerb von Partikelminderungssystemen (Förderhöchstbetrag 3.600 Euro je Einzelmaßnahme) beantragen. Förderanträge sind bis zum 31. März des laufenden Jahres einzureichen. Seit der Förderperiode 2011 besteht die Möglichkeit, Anträge zu dem Förderprogramm "De-minimis" über ein Internet-Portal elektronisch zu übermitteln.

Fragen zur Thematik werden beantwortet unter der Service-Nummer 0221 5776-2699 (montags bis donnerstags 9 - 12 und 13 - 15 Uhr, freitags bis 14:30 Uhr).

Welche Förderung gibt es bei der Neuanschaffung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen?

Für Nutzfahrzeuge (Klasse N1 und N2) unter 12 Tonnen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Förderung nach dem "ERP – Umwelt- und Energieeffizienzprogramm" an. Gefördert wird unter anderem die Anschaffung neuer emissions- bzw. lärmarmer Nutzfahrzeuge mit bis zu 12 Tonnen Gesamtgewicht, wenn diese Fahrzeuge mindestens den Abgasstandard "Euro 5" erfüllen. Die Anschaffung emissionsarmer schwerer Nutzfahrzeuge (mehr als 12 Tonnen) wird ebenfalls gefördert, wenn diese den Abgasstandard EEV erfüllen. Die Förderung erfolgt durch einen KfW-Kredit von bis zu 2 Millionen Euro pro Vorhaben.

Die Kombination eines Kredites aus dem "ERP – Umwelt- und Energieeffizienzprogramm" mit anderen Fördermitteln (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) ist grundsätzlich im Rahmen der jeweils relevanten EU-Beihilfegrenzen möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Alternativ bietet die KfW für die Anschaffung schwerer Nutzfahrzeuge eine Zuschussvariante unter der Programmbezeichnung "Anschaffung emissionsarmer schwerer Nutzfahrzeuge, Zuschussvariante" an.

Voraussetzung für die Förderung mit bis zu 2.000 Euro je Fahrzeug ist, dass das Fahrzeug ausschließlich für den Güterkraftverkehr bestimmt ist und bei der ersten verkehrsrechtlichen Zulassung unter die noch nicht verbindlichen Schadstoffklassen EEV oder Euro VI fällt. Die Kombination mit dem ERP-Umwelt und Energieeffizienzförderprogramm sowie mit einem Kredit aus anderen Förderprogrammen von Bund und Ländern zur Finanzierung des mit dem Investitionszuschuss geförderten Vorhabens ist ausgeschlossen.

Fragen zur Thematik werden beantwortet unter der Service-Nummer 0180 1241124 (montags bis freitags 8 – 17:30 Uhr).