Expeditionen ins Tierreich. Diese Dokumentarsendung war bei uns, wie bei vielen anderen Familien, Programm – und sie machte Heinz Sielmann unvergessen: als Filmemacher, Naturfreund und als Naturschützer. Gerne ließ man sich von ihm mitnehmen in ferne Länder. Und dass sich der Regenwald damals noch schwarz-weiß präsentierte war vollkommen egal. Was zählte waren die authentischen Bilder und Geschichten.
Ehrlichkeit und Authentizität hat sich auch das Erfurter Naturkundemuseum auf die Fahnen geschrieben. Dieses Museum ist keines zum Nur-Ansehen, sondern auch zum Staunen und ganz im Sinne Sielmanns: zum Erleben. Täglich wissen die Museumsmitarbeiter und -pädagogen kleine wie große Gäste für "Mutter Natur" zu begeistern. Über vier Etagen erstreckt sie die 14 Meter hohe Stieleiche, im Keller hat die Arche Noah ihren Platz, anderorts eine Mineraliensammlung. Die Dauerausstellung zeigt den "Naturraum Thüringen", daneben gibt es Wechselausstellungen, Führungen, Workshops, Ferien- und Freizeitangebote.
All das hat die Heinz Sielmann Stiftung überzeugt. Sie würdigt unser Naturkundemuseum mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis 2007 und freut sich, im Naturkundemuseum Erfurt einen Mitstreiter um die Belange des Naturschutzes gefunden zu haben. Seit 1995 vergibt die Heinz Sielmann Stiftung ihren Ehrenpreis – einen in Bronze gegossenen Fischotter – an Persönlichkeiten, Unternehmen und Institutionen, die sich in besonderer Weise um den Naturschutz verdient gemacht haben.
Es ist daher eine große Freude, dass das Naturkundemuseum Erfurt – und damit alle die Menschen, die sich seit der Gründung des Museums 1922 der Faszination Natur verschrieben haben und alles dafür getan haben, diese zu teilen – mit der Verleihung des Heinz Sielmann Ehrenpreises eine ganz besondere Würdigung erfährt. Freuen wir uns über die Wertschätzung, die unserem Naturkundemuseum mit dieser Ehrung entgegengebracht wird – trägt sie doch den Namen eines der ganz Großen unserer Zeit.
Und wenn Sie jetzt festgestellt haben, dass Sie lange nicht mehr im Naturkundemuseum waren, dann nutzen Sie doch die Weihnachtszeit für eine Expedition ins Tierreich!