Zoofachhandel, Zulassung

Information zu der Leistung

Erteilung der Erlaubnis nach Tierschutzrecht

Benötigte Unterlagen

  • Antrag: Formular 
  • Nachweis der notwendigen Sachkunde (z.B. Bescheinigung von Berufstätigkeit oder Lehrgängen)
  • Nachweis der Räumlichkeiten (ggf. Unterlagen zu Bauantrag)
  • Nachweise zur Qualifikation der Mitarbeiter (z.B. Bescheinigung von Berufstätigkeit oder Lehrgängen)

Kosten

Gemäß Anlage Teil C Nr. 3.1.8 der Thüringer Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich des Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit (ThürVwKostOMSFG) (siehe auch unter Dokumente)

 

Weiterführende Informationen

Für den gewerbsmäßigen Unterhalten Handel mit Wirbeltieren ist eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr.3d Tierschutzgesetz erforderlich. Wer gewerbsmäßig mit Wirbeltieren handelt, hat sicherzustellen, dass die für ihn im Verkauf tätigen Personen, mit Ausnahme der Auszubildenden, ihm gegenüber vor Aufnahme dieser Tätigkeit den Nachweis ihrer Sachkunde auf Grund ihrer Ausbildung, ihres bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren oder ihrer entsprechenden Unterrichtung erbracht haben. 

Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn

a) die für die Tätigkeit verantwortliche Person auf Grund ihrer Ausbildung oder ihres bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren die für diese Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten hat; der Nachweis hierüber ist auf Verlangen in einem Fachgespräch bei der zuständigen Behörde zu führen.

b) die für die Tätigkeit verantwortliche Person die erforderliche Zuverlässigkeit hat und

c) die Räume und Einrichtungen eine den Anforderungen des § 2 Tierschutzgesetz entsprechende Ernährung, Pflege und Unterbringung der Tiere ermöglichen (§ 11 Abs. 2 Tierschutzgesetz)

Erläuterung:
Für die Tätigkeit verantwortlich ist jeweils die Person, welche die Verantwortung für die Tiere, auf die sich die Tätigkeit erstreckt, nicht nur vorübergehend trägt.
Die für die Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten können i. d. R. nur nachgewiesen werden

  • durch eine abgeschlossene, staatlich anerkannte oder sonstige Ausbildung, die zum Umgang mit Tieren, auf die sich die Tätigkeit erstreckt, befähigt oder
  • durch einen in der Regel mindestens dreijährigen haupt- oder einen gleichwertigen nebenberuflichen Umgang mit Tieren entsprechender Arten.

Mit der Ausübung der Tätigkeit darf erst nach Erteilung der Erlaubnis begonnen werden. Die zuständige Behörde soll demjenigen die Ausübung der Tätigkeit untersagen, der die Erlaubnis nicht hat (§ 11 Abs. 3 Satz 2 Tierschutzgesetz). Die Ausübung der nach Absatz 3 Satz 2 untersagten Tätigkeit kann von der zuständigen Behörde auch durch Schließung der Betriebs- oder Geschäftsräume verhindert werden (§ 11 Abs. 4 Tierschutzgesetz).

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