Bildungswege und Schulalltag: Kinder-, Jugendbefragung 2014

Zufriedenheit mit der schulischen Situation

Balkendiagramm: Darstellung der Zufriedenheit mit der schulischen Situation (sehr zufrieden bis sehr unzufrieden)
Grafik: Zufriedenheit mit der schulischen Situation Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Fast alle befragten Kinder und Jugendlichen befinden sich in ihrem jetzigen Lebenszyklus an einer Schule. Lediglich fünf Prozent der Befragten haben die Schule bereits abgeschlossen und beispielsweise schon eine Berufsausbildung begonnen.

Insgesamt 64 Prozent der Befragten gaben an, mit ihrer schulischen Situation „sehr zufrieden" bzw. „eher zufrieden" zu sein. Lediglich acht Prozent sind dagegen „eher unzufrieden" bzw. „sehr unzufrieden". Die restlichen ca. 30 Prozent gaben an, teilweise zufrieden bzw. unzufrieden mit ihrer Situation in der Schule zu sein.

Dauer der Schulwege

Kreisdiagramm: Darstellung der Dauer für den Schulweg in Minuten (unter 15 Minuten, 15 bis 30 Minuten, 30 bis 45 Minuten oder 45 Minuten und mehr)
Grafik: Dauer der Schulwege Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Des Weiteren war es interessant zu erfahren, wie lange die Kinder und Jugendlichen für ihren Schulweg brauchen und ob sich Unterschiede oder Besonderheiten ergeben.

Fast 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Erfurt haben einen Schulweg, der weniger als 15 Minuten Zeit in Anspruch nimmt und weitere 40 Prozent benötigen für den Weg zur Schule zwischen 15 und 30 Minuten. Knapp ein Viertel der Befragten benötigen hingegen mehr als eine halbe Stunde, wobei dies vor allem diejenigen betrifft, die in dörflichen Ortsteilen Erfurts wohnen. Diese Kinder und Jugendlichen werden vergleichsweise häufig auch mit dem Auto zur Schule gebracht. Bei genauerer Betrachtung bestätigt sich außerdem, dass vor allem Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen, Gesamtschulen und Gymnasien einen längeren Schulweg in Kauf nehmen, d.h. einen Schulweg von mehr als 30 Minuten haben.

Schulwechsel

Säulendiagramm: Darstellung der subjektiven Einschätzung der Kinder und Jugendlichen über den Schulwechsel von der Grundschule zur weiterführenden Schule (von sehr gut bis sehr schlecht, und ich hatte keinen Wechsel)
Grafik: Bewertung des Schulwechsels Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Bis zur 4. Klasse lernen Kinder in der Regel gemeinsam an einer Grundschule und danach steht die Entscheidung an, welche weiterführende Schulart von ihnen besucht werden soll. Der Wechsel von der Grundschule in eine weiterführende Schule ist eine Herausforderung für die jungen Kinder. Bei der Befragung sollte herausgefunden werden, wie die Kinder und Jugendlichen diesen Wechsel empfunden haben und durch wen die Entscheidung für eine weiterführende Schule getroffen bzw. unterstützt wurde.

Die Mehrzahl der Befragten empfand den Wechsel als „sehr gut" (38 Prozent) bzw. „gut" (36 Prozent). Dennoch gibt es auch Kinder und Jugendliche, die den Schulwechsel als „teils" schlecht (17 Prozent), „eher schlecht" (5 Prozent) oder sogar „sehr schlecht" (1 Prozent) wahrgenommen haben. Damit hatte etwas mehr als jeder Fünfte im Rahmen dieses Übergangs zu einer weiterführenden Schule mehr oder weniger Probleme zu bewältigen.

Balkendiagramm (gestapelt): Darstellung über die Entscheidung des Schulwechsels, ob die Eltern zusammen mit dem Kind entschieden haben, ob dem Kind die Entscheidung überlassen wurde oder ob die Eltern alleine die Entscheidung getroffen haben
Grafik: Entscheidung über den Schulwechsel Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Die Entscheidung für eine weiterführende Schule wurde in drei von vier Fällen von den Eltern gemeinsam mit den Kindern getroffen. 16 Prozent der Kinder trafen die Wahl für die weiterführende Schule sogar ganz alleine, ohne Mitbestimmung der Eltern. Elf Prozent der Kinder konnten bei der Entscheidung nicht mitwirken, da die Eltern alleine darüber entschieden haben.

Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften oder Freizeitangeboten an der Schule

Kreisdiagramm: Darstellung, ob die Kinder und Jugendlichen an einer Arbeitsgemeinschaft teilnehmen, ob sie nicht daran teilnehmen oder ob es keine Arbeitsgemeinschaft an der Schule gibt
Grafik: Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften oder Freizeitangeboten an der Schule Grafik: © Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung

Der außerunterrichtlichen Beteiligung von Schülerinnen und Schülern in Form von Arbeitsgemeinschaften bzw. Freizeitaktivitäten an der Schule wird eine hohe Bedeutung zugeschrieben. Deshalb wurde erfragt, welchen Stellenwert die Arbeitsgemeinschaften und Freizeitaktivitäten an den Schulen für die Kinder und Jugendlichen  tatsächlich einnehmen.

Ungefähr jede/r dritte Befragte gab an, an einer Arbeitsgemeinschaft teilzunehmen. Zehn Prozent der Befragten sagten hingegen, dass weder Arbeitsgemeinschaften noch Freizeitaktivitäten an ihren Schulen angeboten werden und knapp 60 Prozent nehmen an keiner Arbeitsgemeinschaft teil.