"Der Waidanbau ist die jährliche Hoffnung der Bauern, der überaus hohe Gewinn der Städter und die Stütze und die Goldgrube ganz Thüringens" so heißt es in einer Reisebeschreibung aus dem 16. Jahrhundert, die im Übermaß für die Stadt Erfurt und ihr Landgebiet zutrifft, zu dem auch Linderbach seit dem 14. Jahrhundert gehörte. Die Bauern bauten die Waidpflanze, deren Blätter zum Blaufärben vorzüglich geeignet sind, an, verarbeiteten sie zu einem "Zwischenprodukt", den Waidballen, und verkauften sie auf dem Erfurter Markt. Hier wurde der Waid weiterverarbeitet und weithin, über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus, exportiert. Waidregister, die in den Dörfern geführt wurden, verzeichnen die Anzahl Äcker, auf denen Waid angebaut wurde und von denen deshalb der "Waidpfennig" gezahlt werden mußte. In Linderbach wurden bis zum 17. Jahrhundert große Flurteile mit Waid bestellt.
Heute sind Industrie und Handel die (wirtschaftliche) Hoffnung der Menschen, so dass das Ortbild des Stadtteils Linderbach entscheidend durch die nach 1990 entstandenen Gewerbeansiedlungen bestimmt wird.
Für die kulturelle und sportliche Freizeitgestaltung setzen sich die ortsansässigen Vereine wie der Bürgerverein, der Gartenverein und der Reitverein aktiv ein.
Zu erreichen ist die Ortschaft mit den Buslinien 51 und 52 der EVAG.