Baumpflanzung im Erfurter Bürgerwald

07.11.2007 00:00

Der Baum inspiriert von jeher die Dichter und Denker. In Sprichwörtern und Aphorismen über Menschen und Leben spiegelt sich zu ihm eine tiefe Verbundenheit. Einer der bekanntesten Aussprüche wird Martin Luther zugeschrieben: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich doch heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen“.

Bis zum Weltuntergang ist es hoffentlich noch etwas hin. Aber Zeit, einen Baum zu pflanzen bietet sich alle Jahre wieder, üblicherweise im Frühjahr oder Spätherbst.
Daher rief die Stadtverwaltung Erfurt am Freitag, dem 9. November engagierte Bürgerinnen und Bürger zwischen 10 und 14 Uhr in den Bürgerwald am Roten Berg.
Hier bot sich für die zahlreich Erschienenen die Gelegenheit, zum Stückpreis von 25 Euro Winterlinden, Bergahorne, Eschen oder Vogelkirschen zu erwerben. Spaten waren genügend vorhanden, und die Mitarbeiter des Garten- und Friedhofsamtes gaben fachgerechte Hilfe bei der anschließenden Pflanzung.

Doch nicht nur die Einwohner der Blumenstadt zeigten sich aktiv. Im Rahmen des diesjährigen Umweltvorsorgeprogramms „Ökoprofit“ sowie der Wettbewerbskampagne „Entente Florale 2008: Erfurt blüht – Ich bin dabei!“ trugen die 32 Inhaber der Auszeichnung „Erfurter Ökoprofitbetrieb“ bei, den Bürgerwald um weiteres Grün zu erweitern.

Die Bürgerwaldfläche wies vor ihrer derzeitigen Nutzung den Charakter eines Ödlandes auf. Mittlerweile sind von dem 39 000 Quadratmeter umfassenden Areal etwa 60 Prozent mit standortgerechten, einheimischen Laubgehölzen bepflanzt. Diese setzen sich aus 57 Hochstämmen, 200 Sträuchern, 400 Heistern und etwa 2 000 Bäumen der Qualität „Forstbaumschulware“ zusammen.

Bis zur vollständigen Bewaldung wird weiterhin ein öffentlicher Pflanztag erfolgen, an dem sich Bürger, Vereine und Verbände sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft beteiligen können.

Hierbei bietet sich für jeden Mitwirkenden die Möglichkeit, einen individuellen Anlass zu würdigen – beispielsweise die Geburt des Kindes, die Hochzeit, den Tod eines Familienangehörigen. Vielleicht beschenkt man aber auch einfach mal einen Freund oder zeichnet damit einen Kollegen aus. 


Oberbürgermeister Andreas Bausewein ging mit gutem Beispiel voran –
er brachte eine Esche in den Boden.


Der städtische Beigeordnete Uwe Spangenberg entschied sich für eine Linde.


Das Erfurter Mercure-Hotel verewigte sich als „Ökoprofitbetrieb 2007“ mit seiner Baumpflanzung im Bürgerwald.