"Schweden - Konstruktive Tendenzen" - Ausstellung im Forum Konkrete Kunst

28.08.2007 13:10

Im Forum Konkrete Kunst in der Peterskirche findet derzeit die Ausstellung "Schweden - Konstruktive Tendenzen" mit 10 Künstlern und in Zusammenarbeit mit der Galerie "Konstruktiv Tendens" in Stockholm statt. Zu sehen sind die ausgestellten Werke bis zum 21. Oktober 2007. Das Forum Konkrete Kunst hat Mittwoch bis Sonntag von  10 - 18 Uhr geöffnet.

Schweden

Die Ausstellung läuft in der Länderreihe des Forums und wird kuratiert durch Angela Apelt im Auftrag der Galerie "Konstruktiv Tendens" in Stockholm. Die Galerie - europaweit bekannt - wurde von einem gebürtigen Erfurter, dem bereits im vorigen Jahr ausgestellten Künstler Axel Knipschild, gegründet.
Gefördert wird die Exposition, die unter der Schirmherrschaft der Schwedischen Botschaft steht, von dem International Artists' Studio Program in Sweden (I A S P I S).

Die zehn ausstellenden Künstler gehören sehr unterschiedlichen Generationen an, vor allem aber sind es individuell unterschiedliche, interessante künstlerische Konzepte, die zu einer gemeinsamen Ausstellung vereint wurden. Gezeigt werden Malerei, Objekt und Installation, die von den Künstlern im Raum und zum Teil auch für den Raum kreiert wurden.

So baute Lars Englund, der sich häufig dem Thema der Leichtigkeit oder Schwerelosigkeit hinwendet, aus farbigen Graphitfaserstäben zehn netzartige Kugelkonstruktionen. Die Lichtobjekte von Francoise Ribeyrolles-Marcus thematisieren die Immaterialität des Lichtes und die Lichtbrechung im Kontakt mit Flächen. So verbinden sich ein prismatisches Objekt und ein Holzrelief durch die Wirkung der Spektralfarben zu einem zusammengehörigen Kunstwerk. Streng geometrisch-konstruktiv sind die Handschriften von Ilka Pärni, Pontus Ersgard, Eva Sjöberg und Walter Weis, die dennoch durch unterschiedliche Materialien und konzeptuellen Ideen Vielfalt innerhalb der Strenge repräsentieren. Walter Weis baute eine Rauminstallation aus völlig gleichen L-Winkeln, die eine Vielfalt an Varianten ermöglichen und damit auf den Raum und die Werke der Ausstellung unmittelbar reagieren können. Lars Strandhs Bilder sind Meditationsobjekte, Kerstin Hedmans lichten Arbeiten aus Acrylfarbe auf Acrylglas sind inspiriert von der Spiegelung des Lichtes auf Wasser, von den Landschaftseindrücken ihrer Heimat. Lars Erik Falks Aluminium-Skulpturen sind dynamisch und harmonisch zugleich, spielen mit dem Ballancepunkt zwischen Statik und Fallkraft und der Wechselwirkung von Farbe, Form und Material, besonders zu erleben beim Umschreiten der Skulptur.