"Stellenwert Konstruktiv-Konkreter Kunst heute"

08.09.2010 10:58

Künstler und Museumsdirektoren kamen zum 17. Kolloquiums des Forum Konkrete Kunst Erfurt ins Tagungszentrum Augustinerkloster

sitzende Personen

Das 17. Internationale Kolloquium des Forum Konkrete Kunst Erfurt lud am 5. und 6. September zu dem Thema "Stellenwert Konstruktiv-Konkreter Kunst heute" in das Tagungszentrum des Augustinerklosters Erfurt ein. Im Zusammenhang mit der Tagung wurde zudem eine Ausstellung mit dem Titel "Positionen" im Forum Konkrete Kunst Erfurt auf dem Petersberg eröffnet. Die Exposition, die 9 Künstlern aus Deutschland, Österreich, Ungarn und den USA ein Podium bietet, wird bis zum 17. Oktober 2010 in der Peterskirche am Erfurter Petersberg gezeigt.
Zum Kolloquium und der Ausstellungseröffnung waren zahlreiche Gäste aus Deutschland, den Niederlanden, Ungarn und Österreich erschienen. Es referierten fünf prominente Vertreter aus dem Bereich Konkrete Kunst und diskutierten im Anschluss an ihre Vorträge über die Probleme und die Entwicklung der Konkreten Kunst in der heutigen Gesellschaft. Abschließend fassten die Teilnehmer des Kolloquiums, unter ihnen Prof. Diet Sayler/ Nürnberg, Dr. Peter Assmann/ Linz oder Karl-Heinz Adler/ Dresden, ihre Eindrücke noch einmal während eines Pressegespräches zusammen.
Abb.: Im Präsidium- Astrid Schröder/ Regensburg, Norbert Thomas/ Essen, K.-H. Adler, Martin Willing/ Köln und Heiko Tappenbeck/ Wolfsburg

Dr. Peter Assmann Linz
Foto: Dr. Peter Assmann

Dr. Peter Assmann , geboren 1963, der Kunstgeschichte sowie Geschichte und Germanistik (Lehramt) studierte, sprach von der "Chance der Gemeinsamkeit". Assmann arbeitet als Kunsthistoriker, Schriftsteller und bildender Künstler. Er ist Direktor der Oberösterreichischen Landesmuseen und Gründungsmitglied der Gruppe "c/o: K", bzw. des Wiener Künstlerhauses und der IG Bildende Kunst.

Prof. Diet Sayler, Nürnberg
Foto: Prof. Diet Sayler

Der 1939 in Timisoara, Rumänien, geborene und aufgewachsene Diet Sayler war Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Auch er unterstrich die Bedeutung des Forums für die Landeshauptstadt Erfurt. Prof. Sayler lebt heute in Nürnberg.

Karl-Heinz Adler Dresden
Foto: Karl-Heinz Adler

Der aus Dresden kommende Karl-Heinz Adler plädierte für die Einbeziehung der osteuropäischen Kunstszene. Sein Ouvre basiert auf der Sichtbarmachung der Ordnungsmuster der Welt. Sein Tun gründet in der tiefen Überzeugung, dass Schönheit und Harmonie den äußeren Reflex einer inneren Ordnung darstellen. Er schreibt: "Die beiden Phänomene Kunst und Natur sind einander innig verwandt. Die Kunst schöpft aus den Erscheinungen und Gesetzen der Natur. So wie die Natur gesetzmäßig ist, so ist es auch die Kunst."

Heiko-tappenbeck -wolfsburg
Foto: Heiko Tappenbeck

Heiko Tappenbeck, sprach in der Auswertung des Kolloquiums hinsichtlich der Konkreten Kunst "von einer wirklichen Alternative zum Sozialistischen Realismus". Tappenbeck wurde 1936 in Braunschweig geboren und studierte an der
Pädagogischen Hochschule in Braunschweig Kunst bei Prof. E. Straßner. 1969 erhielt er den Europapreis (Bronze) für Malerei, 1980 das Niedersächsische Künstlerstipendium. Er ist Mitglied beim BBK Braunschweig seit 1993 und lebt in Wolfsburg.