Autofreier Sonntag am 19.09.2010

20.09.2010 13:08

Am 19.09.2010 fand der autofreie Sonntag der Landeshauptstadt Erfurt statt. Trotz geringer Medienresonanz im Vorfeld, fanden zahlreiche Besucher den Weg zur Veranstaltung am Fischmarkt und erlebten alternative Mobilitätskonzepte vor Ort.

Während zu Beginn der Veranstaltung noch genügend freier Platz für das Team von Radio F.R.E.I. war, ihre Moderationen vom Eventbike aus zu machen, füllte sich der Rathausplatz im Laufe des nachmittags zusehends. Besuchermagnet war sicherlich der ungewöhnliche Anblick auf der Gera paddelnder Boote zwischen Schlösserbrücke und Rathausparkplatz, wo es zeitweise auch zu Wartezeiten kam.

Die Veranstaltung am Rathausparkplatz war zusammen mit den Informationsständen sehr stark thematisch an nachhaltigem Verkehr orientiert. Die Moderatoren von Radio F.R.E.I. stellten Ihren Interviewpartnern durchaus kritische Fragen zur Verkehrsentwicklung in Erfurt. Den Auftakt machte der Beigeordnete für Stadtentwicklung und Umwelt Uwe Spangenberg, der sich zu Problemen beim Radverkehr, einer verkehrsberuhigten Innenstadt und zu Elektromobilität positionierte. Im Verlauf der Veranstaltung kristallisierte sich Radverkehr als ein Schwerpunkt heraus. Dementsprechend stieß auch die ADFC-Radtour, geführt von Thüringer ADFC-Vorsitzenden Volker Schlisio mit dem Schwerpunkt Radverkehr in Erfurt bei den Teilnehmern auf großes Interesse.

Blick auf den Breitstrom, wo Kanu-Fahrer unter grünen Bäumen durch das Wasser paddeln.
Foto: Ungewöhnliche Boots-Regatta auf der Gera zum autofreien Sonntag Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Angelockt durch die Musik der Band "2MannBoot", die Übertragung der Sendung auf Radio F.R.E.I und das gute Wetter nahmen am Nachmittag auch zunehmend mehr Menschen das Informationsangebot am Rathausparkplatz wahr.

Zum Ausklang der Veranstaltung war aber wiederum genügend Platz ungewöhnliche Fahrzeuge auszuprobieren. Besonders das Tandem des VCD, das Elektro-Auto von Emobile Thüringen und das dreirädrige Liegefahrrad fanden großes Interesse.

Die Beteiligten Partner zogen so am Ende des Tages auch eine überwiegend positive Bilanz. Die Information der Öffentlichkeit und die Standortwahl der Veranstaltung sollten aber bei künftigen autofreien Tagen verbessert werden.