Alach und Salomonsborn bekommen schnelles Internet

28.01.2011 10:15

Bei einer kleinen Feierstunde nahm am gestrigen Donnerstag Oberbürgermeister Andreas Bausewein das Breitbandnetz für Salomonsborn und Alach in Betrieb.

Symbolischer Start für den schnellen DSL-Zugang
Foto: Salomonsborns Ortsteilbürgermeisterin Karin Landherr, OB Andreas Bausewein, Netkom-Geschäftsführer Karl Schreier und Alachs Ortsteilbürgermeister Rainer Blasse beim symbolischen Start für den schnellen DSL-Zugang. Foto: dpress Foto: © dpress

Die beiden Ortsteile waren bisher nicht mit leistungsfähigen Internetzugängen in DSL-Qualität versorgt. Im Zuge eines Pilotprojektes konnten jetzt der Breitbandzugang samt Netzausbau ohne Eigen- und Fördermittel der Stadt durch die Thüringer Netkom GmbH ermöglicht werden. Das Unternehmen nutzt dafür das bestehende Glasfasernetz, das es thüringenweit betreibt. Mit einem Vertriebspartner – ebenfalls ein Unternehmen aus dem Freistaat – wurden vorab genügend Kunden für einen schnellen Internetzugang gewonnen. So konnte ein wirtschaftlicher Netzausbau in beiden Ortsteilen ermöglicht werden.

Für die Landeshauptstadt Erfurt ist das Thema Breitbandversorgung aktueller denn je. Der Zugang zu leistungsfähigen Kommunikationsnetzen in DSL-Qualität ist ein entscheidender Standortfaktor bei der Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen. Nicht ohne Grund zeigt die aktuelle Standortanalyse der IHK Erfurt, dass bei der Gewichtung der Standortfaktoren eine Breitband-Internetanbindung auf Platz 1 steht. Zudem sind DSL-Anschlüsse auch für die Bürger der Stadt und in den Stadtteilen ein wichtiger Zugang nicht nur zu kommunalen Informationen. ´
Da die Landeshauptstadt Erfurt nicht von Fördermitteln des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz für den Breitbandausbau profitieren kann, steht als Alternative nur die Eigenfinanzierung. "Bei der Zahl der eingemeindeten Ortsteile überfordert dies jedoch den Haushalt der Stadt bei weitem", so OB Andreas Bausewein, "trotzdem muss der DSL-Ausbau aber vorangehen. Deswegen sind kreative Lösungen, wie hier beispielsweise mit der Thüringer Netkom GmbH, der richtige Weg".
Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass es möglich ist, in DSL-unversorgten Ortsteilen von Erfurt einen wirtschaftlichen Ausbau des Breitbandnetzes zu ermöglichen, ohne dabei auf Eigen- oder Fördermittel zugreifen zu müssen. Derzeit sind bereits die zwei nächsten Erfurter Ortsteile in der Planung: Molsdorf und Töttleben sollen bald Zugang zum DSL-schnellen Internet haben. 
Die Landeshauptstadt ist ihrem Ziel, schnelles Internet für das gesamte Stadtgebiet zu ermöglichen, einen Schritt näher gekommen. Auch in diesem Jahr wird die Breitband-Internatversorgung ein zentrales Thema im Amt für Wirtschaftsförderung sein.