Vortrag in der VHS: Exil - Leben und Tod Klaus Manns

22.10.2011 07:00

Am Dienstag, den 25. Oktober von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr bietet die Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, einen Vortrag unter dem Titel "Exil: Leben und Tod Klaus Manns" an.

Das Leben Klaus Manns war so spannend wie ein Thriller: In den dreißiger Jahren wandelt er sich vom "Bonvivant" in einen kämpferischen Antifaschisten und Hitlergegner. Diese Rolle verliert er 1945 nach Ende des 2. Weltkrieges, eine Zäsur, die er nicht als "Stunde Null", als Neuanfang, sondern als "Geisterstunde" erlebt, in der die Nazis bruchlos weiter Karriere machen und nichts bereuen außer ihrer Niederlage. Er wird von dem "Echo der Woche" als kommunistischer Tausendsassa diffamiert und begeht im Mai 1949 Selbstmord, auch als Protest gegen die politische Situation.

Der Referent Dr. Dieter Strauss nimmt Bezug auf seine langjährigen persönlichen Beziehungen zur Familie Mann. Anmeldung und weitere Infos ab sofort über volkshochschule@erfurt.de oder unter Tel. 0361 655-2950 in Ihrer Volkshochschule.

Der Seminarbeitrag beträgt 8,00 Euro bzw. 6,40 Euro ermäßigt.

Ihr VHS-Team