Nikolaus Marschalk und die stolzen Erfurter begeisterten zahlreiche Museumsfreunde: Dr. Marina Moritz führt noch einmal durch die Ausstellung

27.03.2013 15:12

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung "Amplonius: Die Zeit. Der Mensch. Die Stiftung. 600 Jahre Bibliotheca Amploniana" lädt das Museum für Thüringer Volkskunde am Juri-Gagarin-Ring 140 a aufgrund der außerordentlich hohen Nachfrage noch einmal zu einer letzten Führung am Samstag, dem 30. März, 14 Uhr, mit Museumsdirektorin Dr. Marina Moritz ein. Die Ausstellung läuft nur noch bis 1. April.

Patrizier mit langen Haaren, Hut und Fellrobe. Rechts ein Fenster mit Ausblick auf eine Burg. Links eine Meerjungfrau mit zwei Schwanzflossen im Wappenschild.
Foto: Nikolaus Marschalk (um 1470-1525). Anonym, Erfurt, 1501/1502. Holzschnitt, koloriert (Ausschnitt) Foto: © Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena

Im Mittelpunkt steht – im Kontext zur Bibliotheca Amploniana – das alltägliche Leben in Erfurt, der Stadt, die damals zu den wichtigsten deutschen Städten zählt. Gewerbe und Handel, Waid- und Gartenbau haben die Stadt und ihre Bürger mächtig, stolz und reich gemacht – was letztere gerne mit prachtvollen Häusern, luxuriöser Kleidung, opulentem Essen und Trinken zur Schau stellen, gleichzeitig aber auch nach Bildung streben und als Stifter und Mäzene wirken.

Einer dieser "neuen" Bürger ist Nikolaus Marschalk, im Geist und Handeln Amplonius Rating de Berka sehr ähnlich. Doch das allgemeine Wohlleben wird immer wieder bedroht von Hunger, Pest und Glaubenskämpfen…