Innovativ, grün und kreativ: Erfurter Zukunftspreis zum Tag der Nachhaltigkeit verliehen

21.06.2013 17:03

„Grün für unsere Erfurter Zukunft“ - unter diesem Motto stand in diesem Jahr der Erfurter Zukunftspreis, initiiert von der Landeshauptstadt Erfurt und der Stadtwerke Erfurt Gruppe. Zum Tag der Nachhaltigkeit wurden die Sieger prämiert. Insgesamt 3.000 Euro Preisgeld wurden an große und kleine Visionäre vergeben, darunter Studenten, Schüler und Kindergartenkinder.

Kindergartenkinder singen auf einer Bühne ein Lied.
Foto: So sehen Sieger aus - die Kinder der AWO-Kita Glühwürmchen, die den 1. Preis im Bereich innovativ gewonnen haben, singen ihr Walnusslied. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Zum zweiten Mal waren Kinder und Jugendliche aufgefordert, sich Gedanken zu machen - für ein lebenswertes Erfurt auch für nachfolgende Generationen. Nachhaltige Einfälle rund um ein lebenswertes, grünes Erfurt galt es in zwei Kategorien zu entwickeln. In der Kategorie „Kreativ für Erfurt“ waren Ideen von Kindern und Schülern bis zur 6. Klasse gefragt. Im Bereich „innovativ für Erfurt“ wurden einzigartige Ideen rund um die Themen Energiewende, Erfurt wird grüner und zukunftsorientierte Ernährung gesucht. Teilnehmen konnten Schüler der Klassen 7 bis 12, Auszubildende, Studenten, Jugendliche und Vereine oder Start-up-Unternehmen.

Die Preisverleihung nahmen Kathrin Hoyer, Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Erfurt, und Kathrin Weiß, Geschäftsführerin der Erfurter Garten und Ausstellungs GmbH, vor.

Preisträger in der Kategorie „innovativ“

Über den 1. Platz und 900 Euro Preisgeld können sich die Kinder der AWO Kindertagesstätte „Glühwürmchen“ in Erfurt freuen.  Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Kathrin Jakob und Karolin Baudler beschäftigten sich die Kinder mit dem Thema „Walnüsse gegen den Hunger“. Ausgangspunkt war ein Baum im Umfeld des Kindergartens in der Schwerborner Straße, der Nüsse abwarf. Die Früchte standen im Fokus verschiedenster Untersuchungen, Experimente und Beschäftigungen. Dabei ging es auch darum, dass Hunger in früheren Jahrhunderten an der Tagesordnung war und Walnüsse manchmal das einzige eiweißhaltige Nahrungsmittel waren, um ihn zu stillen. Die Kinder haben gelernt, wie Walnussbäume aus den Kernen entstehen, haben selbst einen Nussbaum in ihrem Kindergarten angepflanzt und einen kleinen Setzling als Geschenk an die Stadt Erfurt überreicht. Sogar ein Walnusslied haben sich die Kleinen ausgedacht und präsentierten es zur Preisverleihung.

Der mit 600 Euro dotierte 2. Preis wurde gleich zweimal vergeben. So gut waren die beiden Projekte. Max Mathias konnte mit seiner Magisterarbeit punkten, die er im Rahmen seines Studiums an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt erstellte. Unter dem Motto „So ein Mist, so eine Gülle!“ entwarf er ein Projekt zu Realisierungsmöglichkeiten fächerverbindenden Unterrichts im Sachunterricht und Schulgarten. Der Fokus der Arbeit lag auf dem Thema „Überdüngung und ökologischer Anbau“. Das Projekt verknüpft im Sachkundeunterricht behandelte Wachstumsbedingungen und Nährstoffe mit Inhalten zum „Düngen“ aus dem Schulgartenunterricht.  Verschiedene Düngungsmethoden werden unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit vorgestellt und ausprobiert.

Die Chillout-Area am Johannesplatz wurde ebenfalls mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Schüler der 13. Klasse der Integrierten Gesamtschule entwickelten im Rahmen einer Seminarfacharbeit einen „Erholungsort für Jedermann“. Katharina Helbig, Vanessa Mandlaze, Josephine Naujock und  Denise Rose befragten Schüler und Erfurter Bürger zum Thema und konzipierten anhand der Ergebnisse einen Rekultivierungsvorschlag für eine Brachfläche unter nachhaltigen Gesichtspunkten.

Für ihr Projekt zur Umgestaltung des Roten Berges in ein grünes Viertel wurden Marc Klauser, Phillip Facius und Josephine Möbius mit dem 3. Preis und 300 Euro geehrt. Die Erfurter FH-Studenten entwickelten Ideen für bessere Aussichten und eine angenehmere Wohnatmosphäre am Roten Berg mit  grünen Erholungsflächen unter landschaftsplanerischen und architektonischen Gesichtspunkten.

Preisträger in der Kategorie „kreativ“

In der Kategorie „kreativ“ wurden zwei erste Preise zu jeweils 300 Euro vergeben. Schüler der Grundschule Urbich unter Projektleitung von Johanna Gimpl sammelten Ideen für einen generationsübergreifenden Sport- und Freizeitplatz in Urbich, wo gelernt und gespielt werden kann.

Für ihre Einfälle zur Zukunftswerkstatt in der Grundschule Alach wurden die Kinder unter Anleitung von Erfurter FH-Studenten und ihrer Grundschulleiterin Elke Weishaupt ausgezeichnet. Viele tolle Ergebnisse sind im Rahmen des Projektes zur Schulhofumgestaltung entstanden: angefangen von Modellen über Zeichnungen bis hin zu Collagen.