Internationales Luther-Symposium in der Landeshauptstadt Erfurt

12.09.2014 13:37

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt und das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn veranstalten in der Zeit vom 21. bis 25. September unter dem Titel „Luther – Katholizität und Reform. Wurzeln – Wege – Wirkungen“ ein internationales Luther-Symposium im Augustinerkloster in Erfurt. Zur Eröffnung findet am Sonntag, 21. September, um 19:30 Uhr ein ökumenisches Abendlob im Dom statt.

Experten aus dem In- und Ausland werden in Erfurt erwartet

Der ältere Luther im Mantel. Im unteren Bereich ein Textfeld mit historischer Schrift. Rechts oben ein Herz, darin ebenso ein Schriftfeld.
Bild: Bildnis Martin Luther, Kupferstich, nach 1546, nach Lucas Cranach Bild: © Stadtmuseum Erfurt, Luthersammlung

Katholische Luther-Forscher und die mit der katholischen Theologie verbundenen lutherischen Theologen tagen gemeinsam

Das Symposium ist ein Beitrag der katholischen Kirche zum Reformationsjubiläum 2017 und soll die katholische Luther-Forschung und die mit der katholischen Theologie verbundenen lutherischen Theologen zusammenführen. Experten aus dem In- und Ausland werden dazu in Erfurt erwartet, darunter auch der ehemalige Erzbischof von Helsinki Prof. Dr. Eero Huovinen.

Als Reformkatholik ist Martin Luther in seiner Kirche, der lateinischen Kirche des Westens, bleibend verwurzelt. Geprägt durch die monastische Tradition, die er in seinem Orden kennenlernt, entfaltet Luther seine Theologie in Auseinandersetzung mit der scholastischen Theologie seiner Zeit. In seinem Anliegen, die reformbedürftige Gestalt der Kirche des 16. Jahrhunderts zu erneuern, beschreitet er zugleich neue Wege. Dass sich die Wittenberger Reformbewegung zu einer eigenständigen lutherischen Konfessionskirche entwickelt, ist ein wirkungsgeschichtliches Faktum. Darin liegt aber auch die ökumenische Herausforderung, der sich dieses Luther-Symposium stellen möchte.

Quelle: Internationales Luther-Symposium: Wurzeln - Wege - Wirkungen: Pressemitteilung der Universität Erfurt,  Nr.: 105/2014 vom 12.09.2014

Im Zentrum des Bildes eine Holzplastik Jesus am Kreuz, links und rechts der Figur geöffnete rote Domtüren, rechts sieht man einen Türzieher aus dem Erfurter Dom, einen Löwenkopf.
Foto: Die Ausstellung "Tolle Jahre - An der Schwelle der Reformation" informiert über die sakrale Gemeinschaft in Erfurt Foto: © Stadtverwaltung Erfurt/D. Urban

Ausstellung, Geschichtslabor und Luther-Sammlung im Stadtmuseum

Im Stadtmuseum in der Johannesstraße gibt die Ausstellung "Tolle Jahre - An der Schwelle der Reformation" einen Überblick über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, die der Student Martin Luther in Thüringens größter Stadt in schwieriger Zeit vorgefunden, die ihn grundlegend geprägt und sein folgenreiches weiteres Leben beeinflusst hat.

Die "Luther - Sammlung" des Museums besteht aus insgesamt 1200 Inventaren, die 1321 Exponate enthalten. Den Kern bildet die Druckgrafik aus vier Jahrhunderten. Sie enthält zahlreiche qualitätvolle Werke aus der Reformationszeit, wie z. B. Holzschnitte nach Lucas Cranach oder von Hans Sebald Beham.