"Schmuck." – Vortrag mit dem renommierten Schmuckkünstler und ehemaligen Stadtgoldschmied Felix Lindner

16.08.2016 07:15

Anlässlich der Sonderausstellung zur Erfurter Stadtgoldschmiedin 2016 Eunmi Chun „Das Zweite Leben. Symbiosen aus der Schmuckwerkstatt“ lädt das Angermuseum am Dienstag, den 23.08.2016 um 16.30 Uhr zu einem Vortrag mit dem Schmuckkünstler Felix Lindner ein.

Ausstellungseröffnung im Angermuseum

zwei Personen frontal
Foto: Eunmi Chun und Felix Lindner im Angermuseum Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / D. Urban

Der renommierte Goldschmied und Lehrer im Fachbereich Metallgestaltung an der Staatlichen Berufsbildenden Schule Arnstadt ist gebürtiger Erfurter. Die vom Freistaat Thüringen für ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich verliehene „Kulturnadel“ beruht auf seinem Entwurf.

In seinem Vortrag referiert Felix Lindner über die Entwicklung von zeitgenössischem Schmuck. Der sogenannte Autorenschmuck mit dem individuellen Duktus seines Gestalters, ist ein autonomes Kunstobjekt, das nicht immer tragbar ist und zu Diskussionen anregt: „Wann wird Schmuck zur Kunst?“ An eigenen Werkbeispielen wird auf den Zusammenhang zwischen Handwerk und künstlerischen Gestaltungsmitteln eingegangen. Lindner und Chun vereinen Gemeinsamkeiten im Lebenslauf, wie die Lehre beim Schweizer Professor Otto Künzli, und teilen gemeinsame Ansichten über den Stellenwert von Schmuck in der Kunst.

Das symbolische Amt des Erfurter Stadtgoldschmiedes wird alle drei Jahre verliehen. Die diesjährige Amtsträgerin, die in München lebende Koreanerin Eunmi Chun, beschäftigt sich in ihrer Kunst mit kulturellen Unterschieden zwischen der alten und neuen Heimat, die sie vor über zehn Jahren in Deutschland fand. Ihre besonders filigran gearbeiteten Schmuckstücke beschreiben das sich stets wandelnde, nie vergehende Leben.

Die Ausstellung zur Stadtgoldschmiedin im Eingangsfoyer des Angermuseums Erfurt läuft noch bis zum 4. September 2016.