Auf den Spuren einer Künstlerfamilie: Erfurter Tagung beschäftigt sich mit dem Wirken der Familie Friedemann

18.10.2016 14:23

In und um Erfurt finden sich in Kirchen, an Häuserfassaden und Schlossportalen und in Museen zahlreiche Spuren der Künstlerfamilie Friedemann. Sie wirkte in den Jahrzehnten um 1600 in der Stadt. Ihre Tätigkeit steht im Mittelpunkt einer wissenschaftlichen Tagung im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt. Sie findet statt am Freitag, 21. Oktober, ab 12.30 Uhr und Samstag 22. Oktober, ab 9 Uhr.

Kircheninneres.
Foto: Taufstein und Altarretabel der Friedemann-Werkstatt in der Kaufmannskirche Erfurt Foto: © Falko Behr

Veranstalter sind der Förderverein der Bibliothek des Evangelischen Ministeriums und die Evangelische  Kaufmannsgemeinde Erfurt. Alle Vorträge, Diskussionen und Führungen sind öffentlich und können gerne von Interessenten besucht werden.

Ein Zentrum des Schaffens der „Friedemänner“ war von ihnen reich geschmückte die Kaufmannskirche am Anger. In der Kunstgeschichtsschreibung ist man sich einig, dass die Erfurter Renaissance-Plastik von der Künstlerfamilie Friedemann beherrscht wird. Beweise dafür gibt es aber wenige. „Die Tagung lädt dazu ein, ungelöste Probleme der Friedemann-Forschung zu diskutieren“, erläutert Tagungsleiter Dr. Michael Ludscheidt. „Dabei soll das Schaffen der Künstler auch in den politischen, sozialen und konfessionellen Kontext der Zeit eingebunden werden – waren sie doch sowohl für lutherische als auch für katholische Auftraggeber tätig.“